Wer am Samstag ein bisschen zu spät in die Leipziger Arena kam, hatte das erste Tor schon verpasst. Ezechiel Banzuzi traf nach nicht einmal 60 Sekunden – und es war der Auftakt zu einem Abend, an dem bei Eintracht Frankfurt so gut wie nichts zusammenpasste. Am Ende stand ein 6:0 für RB Leipzig am fünften Spieltag, das in dieser Höhe kaum jemand erwartet hatte.

Der Mann des Spiels hieß Christopher Nkunku. Der Franzose erhöhte bereits in der fünften Minute, nachdem Antonio Nusa sich auf links gegen Nnamdi Collins durchgesetzt und quergelegt hatte. Kurz vor der Pause schlug Nkunku dann gleich zweimal binnen drei Minuten zu, beide Male staubte er nach Paraden von Eintracht-Keeper Noah Atubolu ab. Mit diesem lupenreinen Hattrick vor dem Seitenwechsel kommt er nun auf 51 Bundesligatore. Nach gut einer Stunde durfte er unter Applaus vom Platz.

Trainer Martín Demichelis hatte nach der Niederlage in Leverkusen vor der Länderspielpause zweimal umgestellt; Castello Lukeba kehrte in die Abwehr zurück, Andrija Maksimović stand erstmals in der Bundesliga in der Startelf. Beide Maßnahmen gingen auf.

Frankfurts Coach Adi Hütter reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel, doch auch Younes Ebnoutalib und Elias Baum konnten die Partie nicht drehen. Nusa, einer der Auffälligsten auf dem Platz, tunnelte Collins und traf in der 54. Minute zum 5:0. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Tidiam Gomis kurz vor Ende nach einem schnellen Konter.

Ganz so einseitig, wie das Ergebnis vermuten lässt, war es nicht: Frankfurt kam zu Chancen durch Jonathan Burkardt, Ritsu Doan, Ansgar Knauff und Can Uzun, scheiterte aber jedes Mal an Leipzigs Torhüter Maarten Vandevoordt. Für die Hessen ist es eine Pleite, die nachwirken dürfte.

samweber.si

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