Die Waage im kleinen Ort Warren im US-Bundesstaat Rhode Island zeigte am Samstag eine Zahl, auf die Riesenkürbis-Züchter seit Jahren hinarbeiten. Das Prachtexemplar von Ron Wallace brachte 3156 Pfund auf die Waage, umgerechnet rund 1432 Kilogramm. Noch nie wurde ein Kürbis offiziell gewogen, der die Marke von 3000 Pfund überschritt.
Der Wettbewerb der Southern New England Giant Pumpkin Growers findet jedes Jahr am langen Columbus-Day-Wochenende auf der Frerichs Farm statt. Diesmal stand am Ende ein Ergebnis, das selbst erfahrene Teilnehmer staunen ließ: Der bisherige Weltrekord wurde um knapp 300 Pfund übertroffen.
Brisant daran: Diese Bestmarke war gerade einmal eine Woche alt. Erst am 3. Oktober hatte der Brite Ian Paton aus der Grafschaft Hampshire mit seinem Kürbis „Bagheera“ 2856,8 Pfund vorgelegt, etwa 1296 Kilogramm. Ein Jahr zuvor hatte er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Stuart den Titel nach Großbritannien geholt. Bei Guinness World Records ist Paton vorerst noch als Rekordhalter geführt.
Für Wallace ist es nicht der erste historische Moment. Der Züchter aus Greene knackte laut Lokalmedien bereits 2006 als Erster die 1500-Pfund-Grenze und präsentierte 2012 den ersten Kürbis mit mehr als 2000 Pfund. Beruflich verkauft der gelernte Koch inzwischen organischen Dünger und Bodenpilze, die das Wurzelwachstum fördern.
Ein solcher Rekord ist kein Selbstläufer. Nach den Regeln des Dachverbands Great Pumpkin Commonwealth scheidet ein Kürbis aus, wenn Risse bis in den Hohlraum reichen oder fauliges Gewebe auftaucht. Wallaces Koloss bestand die Prüfung.
Für die Branche ist der Wurf ein Signal. Mehrere Wettbewerbe in den USA hatten in diesem Herbst hohe Prämien für den ersten 3000-Pfund-Kürbis ausgelobt, in Kalifornien allein 75.000 Dollar. Gewonnen hat das Rennen nun ein Veteran aus Neuengland.
