Ein Vierteljahrhundert mussten die Fans von Coventry City auf diesen Abend warten. Mit einem 4:1 gegen Newcastle United feierte der Aufsteiger am Montag seinen ersten Premier-League-Heimsieg seit gut 25 Jahren und kletterte auf Rang 14 – raus aus den Abstiegsplätzen.
Dabei fiel das Ergebnis deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergab. Die Gäste des deutschen Trainers Matthias Jaissle hatten vor der Pause die besseren Gelegenheiten. Vor allem Matias Fernandez-Pardo haderte: Einmal ließ er eine flache Hereingabe durch, statt selbst abzuschließen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff umkurvte er sogar Torwart Carl Rushworth, doch Verteidiger Bobby Thomas rettete auf der Linie.
Coventry dagegen nutzte seine Momente eiskalt. Schon in der sechsten Minute verwandelte Jack Rudoni einen Strafstoß, nachdem Newcastles Schlussmann Lukas Hornicek den Angreifer Sidiki Cherif umgerissen hatte. Kurz nach Wiederbeginn legte der 19-jährige Cherif, im Sommer für rund 20 Millionen Pfund von Fenerbahce gekommen, bei seinem ersten Premier-League-Startelfeinsatz mit einem satten Flachschuss nach. Sven Botman verkürzte zwar mit einem Gewaltschuss in den Winkel (70.), doch die Joker Ellis Simms (81.) und Stephen Mfuni (86.) machten den Deckel drauf. Der 18-jährige Mfuni, von Manchester City ausgeliehen, ist nun jüngster Premier-League-Torschütze der Vereinsgeschichte.
Für Newcastle war es bereits die zweite 4:1-Auswärtspleite in Serie. Jaissle entschuldigte sich bei den mitgereisten Anhängern; seiner Mannschaft hätten im Abschluss Gier und Entschlossenheit gefehlt.
Frank Lampard mahnte trotz des zweiten Ligasiegs in Folge zur Demut. Sein Team werde in fast jeder Partie Außenseiter bleiben, sagte der Coventry-Trainer. Weiter geht es am kommenden Montag beim noch sieglosen Tottenham Hotspur, danach kommt der ebenfalls sieglose FC Fulham. Newcastle empfängt bereits am Samstag Aston Villa und will dort die Wende schaffen.
