Nach dem Drama gegen Chicago wirkte Cleveland ausgeruht – und eiskalt. Die Guardians gewannen das erste Spiel der American League Championship Series in Tampa Bay mit 7:3 und führen die Serie mit 1:0 an.

Lange sahen die Rays nach 98 Saisonsiegen und dem Sweep gegen die Yankees wie das bestimmende Team aus. Schon im ersten Durchgang brachten Junior Caminero und Jonny DeLuca Cleveland mit 2:0 in Rückstand. Starter Foster Griffin hielt den Schaden danach in Grenzen, und fünf Reliever zusammen warfen fünf Innings mit nur einem Run und zwei Hits.

Der Umschwung begann in der sechsten: Chase DeLauter zog einen Homerrun nach links-mittig. Patrick Bailey eröffnete die siebte mit einem geschätzten 436-Fuß-Schlag in die Mitte – das Ende für Drew Rasmussen, der gegen New York beinahe einen No-Hitter geworfen hatte. In der achten schlug Nathaniel Lowe, einst bei Tampa Bay debütiert, den entscheidenden Zwei-Punkte-Single. Cedric Mullins antwortete noch mit einem Solo-Homer, doch José Ramírez und Jo Adell legten in der neunten nach.

Ramírez kam auf drei Hits; DeLauter fehlte nur der Triple zum Cycle. Cleveland sammelte 14 Hits gegen einen Stab, der in der Division Series gegen die Yankees insgesamt nur zwölf zugelassen hatte. Es ist die vierte Playoff-Pleite in Folge für die Rays und die vierte Playoff-Siegesserie der Guardians seit 2016.

Spiel 2 folgt am Dienstag in der Tropicana Field: Rookie Parker Messick gegen Freddy Peralta. Trainer Stephen Vogt lobte, dass die Offensive nach dem frühen Rückschlag rechtzeitig aufwachte. Für Tampa Bay ist es die dritte ALCS-Teilnahme in der 29-jährigen Franchise-Geschichte; 35.361 Zuschauer wollten den Heimvorteil nutzen – und sahen, wie Cleveland den Druck umdrehte.

samweber.si

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert