Die Tampa Bay Rays haben die passende Antwort auf ihre Auftaktniederlage gefunden. Mit einem 3:1 gegen die Cleveland Guardians stellten sie am Dienstagabend im Tropicana Field von St. Petersburg in der American League Championship Series auf 1:1. Die Serie wird nach dem Modus „Best of Seven“ gespielt und zieht nun für drei Partien nach Ohio um.
Matchwinner war Freddy Peralta. Der Rechtshänder, erst zur Wechselfrist von den New York Mets gekommen, ließ in sechs Innings keinen Punkt zu, erlaubte vier Hits und schickte sechs Schlagmänner per Strikeout zurück. Dabei erreichte er Geschwindigkeiten, die man von ihm nicht kannte: Ein Fastball gegen Jo Adell kam mit 99,4 Meilen pro Stunde – der schnellste Wurf seiner Karriere. In der regulären Saison lag sein Schnitt bei gut 94 Meilen. Als er nach seinem 99. Wurf vom Hügel ging, skandierten die 32.125 Fans seinen Namen.
Entschieden wurde das enge Duell im vierten Inning, und zwar durch Fehler der Gäste. Erst kippte eine Videoüberprüfung ein vermeintliches Double Play, dann vergaß Clevelands Star José Ramírez, die dritte Base abzudecken. Kurz darauf rutschte ihm ein harmloser Bodenball von Ben Williamson durch die Beine. Liam Hicks nutzte die Chance mit einem Single, das zwei weitere Läufer heimbrachte. In der Statistik gelten alle drei Runs deshalb als unverdient – Clevelands Rookie-Pitcher Parker Messick werden sie nicht angelastet.
Die Guardians kamen nur im siebten Inning durch ein Double von Chase DeLauter heran. Ian Seymour verhinderte mit einem Strikeout gegen Adell Schlimmeres, Bryan Baker machte das Spiel im neunten Durchgang souverän zu.
Cleveland hatte zuvor vier Playoff-Spiele in Folge gewonnen. Spiel drei steigt am Donnerstag in Cleveland, Beginn ist um Mitternacht deutscher Zeit.
