Red Bull Racing hat seine Führungsfrage für die kommenden Jahre beantwortet. Teamchef Laurent Mekies bleibt bis Ende 2031 an der Spitze des Rennstalls und führt ihn weiterhin auch als Geschäftsführer. Der Franzose hatte das Amt erst im Juli 2025 übernommen, nachdem Christian Horner nach zwei Jahrzehnten entlassen worden war.
Der Zeitpunkt der Verkündung ist kein Zufall. Nach einem holprigen Start in die neue Regel-Ära 2026 – es ist zudem die erste Saison mit eigenem Motor – hat Red Bull sein Auto Stück für Stück verbessert. Max Verstappen gewann zuletzt in Malaysia und Singapur jeweils von der Pole-Position aus. In der Konstrukteurswertung liegt das Team auf Rang vier, nur noch sieben Punkte hinter McLaren, sechs Rennen vor Schluss.
Die Anteilseigner Chalerm Yoovidhya und Mark Mateschitz lobten, Mekies habe das Team „durch eine wichtige Phase des Übergangs“ geführt. Oliver Mintzlaff, im Konzern für die Formel 1 zuständig, betonte den Wert von Kontinuität in der Führung. Mekies selbst bedankte sich für das Vertrauen und gab sich ehrgeizig: Man glaube, dass dies „erst der Anfang“ sei. Als Säulen nannte er die Abteilungen von Technikchef Pierre Waché und Motorenchef Ben Hodgkinson.
Der 49-Jährige kennt die Formel 1 aus vielen Blickwinkeln. Er arbeitete beim Weltverband FIA, war bei Ferrari Sport- und später Renndirektor und leitete ab 2024 das Schwesterteam Racing Bulls. Horner hatte dem Team noch kürzlich in einem Interview vorgeworfen, es habe seinen Schwung verloren – die jüngsten Siege sprechen eine andere Sprache.
Mit der Verlängerung ist die Mannschaft rund um ihren Star langfristig aufgestellt: Verstappen hatte im August bis 2030 unterschrieben, an seiner Seite fährt 2027 Isack Hadjar. Weiter geht es in der kommenden Woche mit dem Großen Preis der USA in Austin.
