Pep Guardiola saß mit Schirmmütze in der Loge, die Tribüne mit seinem Namen trug ein Mosaik – und Paris Saint-Germain spielte den Gastgeber vom Platz. In Citys erster Heimpartie nach dem Schuldspruch wegen Verstößen gegen die Premier-League-Finanzregeln siegten die amtierenden Champions-League-Sieger 4:2 am Etihad.

Die erste Halbzeit gehörte Luis Enriques Team. Désiré Doué, Ousmane Dembélé und Vitinha brachten PSG mit 3:0 in Führung, City wirkte wie gelähmt. Nach der Pause wechselte Nachfolger Enzo Maresca dreimal und löste eine Aufholjagd aus: Erling Haaland traf doppelt, dazwischen nutzte Maghnes Akliouche einen Patzer von Gianluigi Donnarumma zum 4:1. Am Ende blieb es beim klaren Auswärtssieg der Pariser.

Guardiola, der öffentlich hinter Vereinschef Khaldoon Al Mubarak und CEO Ferran Soriano steht, erlebte das Chaos mit. Mal vergrub er das Gesicht in den Händen, mal ballte er die Faust – ohne den Kurs seines Nachfolgers zu übernehmen. Maresca sprach hinterher von Mut und Dynamik der Pariser, sah aber genug Chancen für Hoffnung bei einem möglichen Wiedersehen.

Für City war der Abend ein doppelter Stress-Test: sportlich gegen Europas Formteam, politisch vor der eigenen Kulisse. Die Fans feierten trotz Niederlage laut mit – von einem Aufstand gegen die Eigentümer war nichts zu spüren. Am Sonntag hatte dieselbe Mannschaft noch 3:0 in Liverpool gewonnen.

PSG bleibt der Schrecken der Premier League: Nach Siegen gegen Liverpool, Villa, Tottenham und Arsenal reiht Enrique nun auch City erneut ein. Nächster Termin für die Citizens: Ipswich zu Hause – und weiter Warten auf Strafen und Berufungsurteil.

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