Durchatmen am Main: Nach dem 0:6-Debakel in Leipzig hat Eintracht Frankfurt die passende Antwort gegeben. Gegen den 1. FC Köln reichte am Freitagabend ein Treffer von Younes Ebnoutalib in der 77. Minute – Endstand 1:0, zur Pause hatte es noch 0:0 gestanden. Für die Hessen ist es der erste Heimsieg dieser Saison und zugleich das erste Spiel ohne Gegentor.

Adi Hütter hatte nach der Pleite umgebaut und Mario Götze, Fares Chaibi sowie Ebnoutalib in die Startelf gestellt. Auch der zuletzt viel gescholtene Spielführer Robin Koch durfte wieder von Beginn an ran. Fast wäre der Abend trotzdem früh gekippt: Schon nach wenigen Sekunden lief Marius Bülter allein auf das Frankfurter Tor zu, doch Noah Atubolu – in seinem 100. Bundesligaspiel – blieb Sieger. Nach gut einer halben Stunde rettete der Keeper erneut gegen Bülter.

Vor der Pause hatte die Eintracht zwar mehr vom Ball, aber wenig Durchschlagskraft. Zweimal tauchte Chaibi links vor dem Gehäuse auf, beide Male war der Weg zu weit nach außen gedrängt und Marvin Schwäbe zur Stelle. Nach dem Wechsel drängten die Gastgeber die Gäste in die eigene Hälfte, Flanke um Flanke flog in den Strafraum, Schwäbe hielt bei Kopfbällen von Lilian Brassier und Chaibi stark.

Die Entscheidung fiel dann ausgerechnet nicht nach einer Hereingabe. Ebnoutalib legte rechts im Strafraum auf den eingewechselten Noel Aseko ab und sprintete los. Aseko zog die Kugel mit der Fußsohle zur Seite, schob sie dem Kölner Verteidiger Lochoshvili frech zwischen den Füßen hindurch – und Ebnoutalib jagte sie aus kurzer Distanz an Schwäbe vorbei ins Netz. „Mental war das sehr, sehr viel“, sagte der Torschütze über die vergangenen Tage. Kölns Torwart nannte die Niederlage „extremst bitter“.

Mit acht Punkten aus sechs Partien zieht Frankfurt an Köln vorbei. Für die Gäste setzt sich dagegen eine lange Durststrecke fort: In der Fremde hat der FC seit 16 Bundesliga-Partien nicht mehr gewonnen. Am nächsten Samstag tritt die Eintracht im Abendspiel in Dortmund an, der FC empfängt am Nachmittag Schalke 04.

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