Mit dem Vereinsrekord von 13 Punkten aus fünf Spielen war der SC Freiburg als Tabellenführer nach Leverkusen gereist. Am Sonntagabend steht die erste Saisonniederlage zu Buche: Bayer 04 drehte das Spiel und gewann mit 2:1.
Los ging es kurios. Schon nach zwei Minuten musste der Schiedsrichter unterbrechen, weil aus dem Gästeblock Tennisbälle auf den Rasen flogen. SC-Trainer Julian Schuster versuchte sichtlich genervt, die eigenen Anhänger zu beruhigen. Danach jubelten zunächst die Breisgauer: Philipp Treu eroberte den Ball, spielte mit Niklas Beste Doppelpass, und Derry Scherhant schob in der 14. Minute zum 0:1 ein.
Die Antwort ließ nur fünf Minuten auf sich warten. Nach einem Missverständnis zwischen Matthias Ginter und Jordy Makengo kombinierte sich die Werkself durch, Patrik Schick legte quer, und Ibrahim Maza vollendete mit dem Außenrist. Kurz vor der Pause traf Schick per Kopf den Pfosten, allerdings aus Abseitsposition. Nach knapp einer Stunde vergab der Tscheche dann die große Chance zur Führung.
Es blieb erneut Maza vorbehalten, den Unterschied zu machen. In der 76. Minute setzte er sich an der Grundlinie gegen drei Freiburger durch und bediente Schick, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf. Damit ist Schick der erste Leverkusener, der in den ersten sechs Bundesligaspielen einer Saison jeweils getroffen hat. Freiburg drängte am Ende, doch Lucas Höler köpfte mit der letzten Aktion knapp vorbei.
Die Elf von Carles Martínez zieht damit nach Punkten mit Freiburg gleich und liegt nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Bayern München, der am Samstag Leipzig deklassiert hatte. Herausragender Akteur war Maza, der an beiden Toren direkt beteiligt war. Für die Freiburger geht dagegen eine lange Wartezeit weiter: Einen Sieg in Leverkusen gab es seit vier Jahren nicht mehr.
