Der SC Freiburg steht ganz oben. Mit einem 2:1 gegen Schalke 04 zum Abschluss des fünften Spieltags hat die Mannschaft von Julian Schuster Borussia Dortmund von Platz eins verdrängt. Beide haben 13 Punkte, Freiburg liegt dank der besseren Tordifferenz vorn. Den Ausschlag gab ausgerechnet ein Treffer in Unterzahl.
Dabei begann der Nachmittag nach Plan. Nach zehn Minuten war Kapitän Maximilian Eggestein zur Stelle: Ginters wuchtigen Ball nach einer Ecke hatte Schalkes Keeper Karius zunächst abgewehrt, den Abpraller verwertete Eggestein. Freiburg hatte viel Ballbesitz, doch Schalke traf mit seinem ersten Schuss aufs Tor: Adrian Gantenbein glich nach einer Ecke aus, abgefälscht und für Torhüter Mio Backhaus unhaltbar.
Nach der Pause wurden die Gäste mutiger, Moussa Sylla kam frei zum Abschluss. Dann der Rückschlag: Yuito Suzuki musste nach gut einer Stunde mit der zweiten Gelben Karte runter. Doch statt die Überzahl auszuspielen, verlor Schalke den Faden, auch der eingewechselte Edin Džeko fand kaum Bindung. Schuster brachte Vincenzo Grifo und Keisuke Goto, und das Duo entschied die Partie: Grifo flankte, der 21-jährige Japaner köpfte in der 85. Minute ein.
Schuster freute sich nach eigenen Worten mehr über den Weg zum Sieg als über den Platz an der Sonne. Sein Kollege Miron Muslic haderte mit dem Platzverweis, der das Spiel verändert habe. Für den Sport-Club ist die Spitzenposition nach fünf Runden nicht ganz neu, schon 2022/23 stand er zu diesem Zeitpunkt vorn.
Ebenfalls am Sonntag entschied der FC aus Köln das rheinische Derby gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1, Said El Mala traf zum Sieg. Gladbach bleibt auch unter dem neuen Trainer Alexander Blessin ohne Punkt. Für den neuen Spitzenreiter wartet nun die Reise zu Bayer Leverkusen.
