Die Flut in Thailand lässt nur langsam nach. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde DDPM waren am Montagmorgen noch rund 2,46 Millionen Menschen in 20 Provinzen und in Bangkok betroffen – knapp 909.000 Haushalte in 100 Bezirken und fast 6.000 Dörfern. Einen Tag zuvor hatte dieselbe Behörde sogar mehr als drei Millionen Betroffene gemeldet; die Kurve flacht ab, die Lage bleibt aber angespannt.

Besonders hart getroffen bleiben die östlichen Provinzen. Allein in Prachin Buri zählt die Behörde mehr als 59.000 betroffene Haushalte und meldet 24 Todesfälle, in Chachoengsao und Nakhon Nayok liegen die Zahlen der Haushalte jeweils über 50.000. In Bangkok sind rund 329.000 Haushalte erfasst. In Phitsanulok und Phetchaburi steigt der Pegel weiter, anderswo fällt er oder bleibt stabil.

Der Straßenverkehr stockt weiter. Die Autobahnbehörde meldete am Vormittag Überflutungen an 74 Stellen in 13 Provinzen; neun Abschnitte in Kanchanaburi, Phetchaburi, Rayong, Chachoengsao und Prachin Buri waren unpassierbar. Unter anderem steht Wasser auf der Highway 4 bei Phetchaburi und auf mehreren Verbindungen rund um Prachin Buri. Personal soll rund um die Uhr Verkehr lenken und Anwohner unterstützen.

Staatliche Soforthilfe ist angelaufen: In fünf Tranchen flossen bereits mehr als 1,069 Milliarden Baht an 135.782 Haushalte. Premierminister Anutin Charnvirakul, zugleich Innenminister und nationaler Katastrophenkommandant, forderte die Provinzgouverneure auf, Pläne mit klaren Fristen zu überarbeiten und offene Anträge auf Beihilfen täglich zu bearbeiten – auch an Wochenenden.

Dazu gehören laut Anutin auch verständliche Warnungen über Lautsprecher und Radio sowie das Freimachen von Kanälen und Abflüssen, damit das Wasser abfließen kann. Für Autofahrer bleibt die Hotline 1586 die zentrale Auskunft – und die Empfehlung, gesperrte Strecken nicht zu riskieren, bis die Pegel messbar sinken.

samweber.si

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