Für die beiden deutschen Vertreter in der Europa League hätte der zweite Spieltag kaum unterschiedlicher verlaufen können. Bayer Leverkusen feierte beim polnischen Meister Lech Posen ein lockeres 4:0, die TSG Hoffenheim unterlag zu Hause Beşiktaş Istanbul mit 2:3.
Ausgerechnet ein früher Wechsel brachte die Werkself auf Kurs. Nachdem sich Martin Terrier nach etwa 15 Minuten verletzt hatte, kam Patrik Schick – und der Tscheche war zweimal vom Punkt erfolgreich. Den ersten Strafstoß gab es nach Videobeweis für ein Handspiel, beim zweiten war Schick nach einer Ecke festgehalten worden. Dazwischen staubte Malik Tillman zum 2:0 ab. Bereits zur Pause lag Leverkusen damit uneinholbar vorn.
Nach dem Wechsel schaltete Bayer einen Gang zurück, ließ aber weitere Gelegenheiten liegen. Kurz vor Schluss bediente Afonso Moreira dann Ibrahim Maza, der den Endstand herstellte. Mit sechs Punkten und noch ohne Gegentor geht es nun am Sonntag in der Bundesliga gegen Tabellenführer SC Freiburg.
In Sinsheim sahen gut 28.600 Zuschauer zunächst eine ordentliche TSG. Koki Machida köpfte früh an den Pfosten, doch danach fehlte vorne die Präzision. Die Führung für die Istanbuler erzielte Michael Murillo in der 60. Minute, nachdem die TSG eine Standardsituation nicht geklärt bekam. Fisnik Asllani glich mit einer sehenswerten Einzelleistung aus. Anschließend wurden Ballverluste und eine wacklige Absicherung bitter bestraft: Der Südkoreaner Oh Hyeon-gyu schnürte binnen sieben Minuten einen Doppelpack. Der späte Treffer von Machida war nur noch Ergebniskosmetik.
Damit hat die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer wettbewerbsübergreifend nun viermal hintereinander verloren. „Wir machen uns das Leben gerade selber schwer“, haderte Torwart Oliver Baumann. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Schon am Wochenende wartet in der Liga die Auswärtsaufgabe bei Borussia Mönchengladbach, am 22. Oktober kommt Olympique Lyon.
