Wer beim Derby zwischen Brighton und Crystal Palace ein paar Minuten zu spät ins Stadion kam, hatte das Wichtigste schon verpasst. Nach zehn Minuten führten die Seagulls am Sonntag an der Amex bereits mit 3:0, am Ende stand ein 5:0, das bei den Gästen aus Süd-London noch lange nachwirken dürfte.

Den Anfang machte ein Missgeschick: Palace-Verteidiger Jaydee Canvot köpfte den Ball nach vier Minuten ins eigene Tor. Kurz darauf folgte der Moment des Tages. Adam Wharton verlor den Ball in der Nähe der Mittellinie, Brighton schaltete blitzschnell um, und Diego Gómez sah, dass Torhüter Walter Benítez weit vor seinem Kasten stand. Der Paraguayer zog aus 51 Metern ab, der Ball segelte über den zurückhetzenden Keeper hinweg ins Netz. Einen Treffer aus größerer Distanz hatte es in der Premier League zuletzt 2017 gegeben, als Wayne Rooney für Everton gegen West Ham aus 58 Metern traf.

Nur drei Minuten später schob Yasin Ayari zum 3:0 ein. Drei Tore in zehn Minuten – das gelang in der Geschichte der Liga erst neun Mannschaften, zuletzt Newcastle im April 2023 gegen Tottenham.

Palace fand danach keine Antwort mehr. Kurz nach der Pause staubte Charalampos Kostoulas nach einem Abpraller zum 4:0 ab, Jack Hinshelwood sorgte in der Schlussphase aus kurzer Distanz für den Endstand. Auch die Statistik spricht eine klare Sprache: Brighton gab 17 Schüsse ab, Palace brachte gerade einen einzigen Ball aufs Tor.

Für Gómez, der im Januar von Inter Miami gekommen war, war es das erste Saisontor und sein zwölfter Treffer für den Klub. Brighton steht nun bei 16 Punkten, Palace bleibt bei sieben Zählern hängen.

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