Ein Nachmittag im Freizeitpark endete für einen 42-jährigen Mann aus Atlanta tödlich. Im Park Six Flags Over Georgia wurde Hassan Jihad Ibn Kariem am Montag aus einer fahrenden Achterbahn geschleudert. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei des Cobb County prallte er dabei gegen andere Fahrgäste und stürzte anschließend unter die Anlage. Beamte, die im Park Dienst taten, fanden ihn dort kurz vor 16 Uhr Ortszeit leblos auf. Lokale Sender berichteten von vier weiteren Verletzten, die ins Krankenhaus kamen.

Offiziell wurde die Bahn bisher nicht benannt. Luftaufnahmen zeigten jedoch die „Goliath“ auf halber Strecke stehend, und mehrere Augenzeugen, die in der Warteschlange standen, nannten sie als Unglücksort. Die 2006 eröffnete Anlage gehört zur Klasse der Hyper-Coaster: Sie erreicht rund 60 Meter Höhe und etwa 112 Kilometer pro Stunde, fährt keine Überschläge und sichert die Gäste nur mit Schoßbügeln. Ein Wartender schilderte, im zurückkehrenden Wagen sei ein Bügel geöffnet gewesen. Ob ein technischer Defekt vorlag, ist offen.

Der Konzern reagierte rasch und schloss vorsorglich neun vergleichbare Bahnen in sechs Parks in den USA und Kanada; acht davon stammen vom Schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard, der eigene Untersuchungen angekündigt hat. Parallel prüft die Aufsichtsbehörde des Bundesstaates, die beim Versicherungs- und Brandschutzbeauftragten angesiedelt ist. Für die „Goliath“ gibt es laut Parkchef Richard Pretlow noch keinen Termin zur Wiedereröffnung.

Kariem arbeitete seit mehr als zwölf Jahren an der Wesley International Academy, einer öffentlichen Charterschule, als IT-Leiter, Techniklehrer und Robotik-Trainer. Seine Familie berichtete, er habe zweimal den Krebs besiegt, und bat darum, keine Aufnahmen des Unglücks zu verbreiten.

Nach Zählung der Kanzlei Doan Law Firm, die Unfälle in Vergnügungsparks dokumentiert, ist es mindestens der siebte Todesfall in diesem Park.

samweber.si

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