Milwaukee ist zurück auf der größten Bühne des Baseballs. Mit einem 6:4-Sieg im vierten Spiel der National League Championship Series im Dodger Stadium haben die Brewers die Los Angeles Dodgers komplett abgefertigt und stehen erstmals seit 44 Jahren wieder in der World Series – zuletzt 1982.

Damals gehörten die Brewers noch zur American League; die aktuelle Qualifikation ist ihre erste National-League-Meisterschaft. Nächste Woche richtet Milwaukee zum ersten Mal seit jenem Jahr auch die World Series aus. Für die Dodgers endet der Traum vom dritten Titel in Folge; die zweimaligen Titelverteidiger scheiterten auf eigenem Rasen an einem Gegner aus dem kleineren Markt Wisconsin.

Auf dem Feld drehten die Gäste das Spiel schrittweise: zwei Läufe im vierten und zwei im fünften Durchgang, dann der entscheidende Homerun von Garrett Mitchell in der sechsten Inning. David Hamilton lieferte später mit einem Solo-Homerun in der neunten die Versicherung, nachdem er bereits im fünften mit einem Single einen Lauf vorbereitet hatte. Den letzten Out sicherte Ashby, als Kiké Hernández einen Lineout zu Jackson Chourio im Left Field schlug.

Historisch ist auch die Revanche-Logik: Milwaukee ist das erste MLB-Team, das dieselbe Mannschaft per Sweep aus dem Weg räumt, die sie zuvor selbst per Sweep aus den Playoffs geworfen hatte. Gegner in der World Series wird entweder Tampa Bay Rays oder Cleveland Guardians – die American League Championship Series läuft noch und entscheidet über den Finalgegner.

Für eine Franchise, die lange im Schatten der Küstenclubs stand, ist der Sweep gegen die favorisierten Dodgers ein Statement an die Liga. Die Stadt Milwaukee wartet seit einer Generation auf Oktober-Baseball dieser Größenordnung – und bekommt ihn nun als Gastgeber der World Series, nicht nur als Zuschauer vor dem Fernseher in Wisconsin.

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