Aston Villa hat im Champions-League-Ligamodus Fenerbahçe mit 6:0 vom Platz gefegt und den größten Europapokal-Sieg der Vereinsgeschichte gefeiert. Vor dem Prinzen von Wales und trotz der abgerissenen Nordtribüne am Villa Park spielten die Gastgeber so frei, dass die Partie zur Pause längst entschieden war.
Geburtstagskind Johan Manzambi, 21, eröffnete in seiner ersten Königsklassen-Partie nach einer Ecke – der Ball sprang über Milan Škriniar ab und ließ Ederson keine Chance. Nicolas Jackson legte vor der Pause zwei präzise Schüsse nach, beide nach Zuspiel von Boubacar Kamara und Co. in die rechte Ecke. Zion Suzuki verhinderte zwischenzeitlich mit Paraden gegen Vedat Muriqi den Anschluss.
Nach dem Seitenwechsel holte Manzambi einen Elfmeter heraus, den Ross Barkley verwandelte; kurz darauf lenkte Barkley seinen zweiten Treffer ab. In der 90. Minute bediente Einwechselspieler Alysson Tammy Abraham zum 6:0. Für Jackson war es das dritte Champions-League-Tor in zwei Spielen seit dem Wechsel von Chelsea; Manzambi kam für eine hohe Ablöse von Freiburg.
Trainer Unai Emery sprach von der ersehnten ersten Heim-Pflichtsieg-Nacht und besserer Kontrolle nach der Pause. Fenerbahçe-Coach İsmail Kartal entschuldigte sich bei den mitgereisten Fans: Ein solches Ergebnis sei auf diesem Niveau inakzeptabel. Mason Greenwood, erstmals seit Jahren wieder in England im Einsatz, wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.
Villa steht nach zwei Siegen aus zwei Gruppenspielen gut da, während die Premier-League-Form noch hinkt. Der Rekordabend zeigt trotzdem, wohin Emreys Umbau zielen soll: hohe Torquote zu Hause in Europa und ein Angriff, der auch ohne Ollie Watkins Torgefahr ausstrahlt.
