Im Mai hatten sich Daniel Dubois und Fabio Wardley in Manchester eine wilde Schlacht über elf Runden geliefert. Der Rückkampf in der Londoner O2 Arena war dagegen eine klare Angelegenheit: Schon nach 17 Sekunden lag Wardley nach einer rechten Geraden auf den Brettern, in der zweiten Runde warf seine Ecke das Handtuch. Offiziell war nach 2:21 Minuten des zweiten Durchgangs Schluss, Dubois bleibt WBO-Weltmeister im Schwergewicht.

Das Publikum in der ausverkauften Halle stand mehrheitlich hinter dem Herausforderer. Wardley hatte im ersten Duell früh einen Niederschlag erzielt und hoffte auf einen ähnlich schnellen Start. Stattdessen drehte Dubois den Spieß um. Der 31-Jährige überstand die erste Runde zwar noch, wirkte aber schwerfällig und deckte schlecht. Als er zu Beginn der zweiten Runde erneut in der Ecke Treffer kassierte, griff Trainer Ben Davison ein. Nach dem ersten Kampf war ihm vorgeworfen worden, zu spät aufgegeben zu haben.

Der 29 Jahre alte Dubois steht nun bei 24 Siegen, 23 davon vorzeitig, und drei Niederlagen. Nach dem Kampf sprach er selbstbewusst von seiner „Ära“. Wardley, der einst als Personalberater arbeitete und erst nach wenigen Amateur-Hobbykämpfen Profi wurde, nahm seine zweite Niederlage gefasst hin: Gegen die Besten zu verlieren sei keine Schande.

Wie es weitergeht, ist offen. IBF-Champion Filip Hrgović, den Dubois 2024 besiegt hatte, kletterte nach dem Kampf in den Ring und forderte eine Revanche. Promoter Frank Warren möchte den Kroaten allerdings zuerst in seiner Heimat verteidigen lassen. Lukrativer wäre ohnehin ein Duell mit dem Sieger des Kampfes zwischen Anthony Joshua und Tyson Fury im Dezember. Dubois selbst formulierte sein Ziel knapp: große Kämpfe und viel Geld.

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