Unentschieden gibt es in der NFL selten, und noch seltener kommen sie so zustande. Das Duell der Washington Commanders mit den New York Giants endete am Sonntag in Landover nach Verlängerung 27:27 – weil Washington in den letzten Sekunden schlicht die Zeit davonlief.
Dabei sah lange alles nach einem Heimsieg aus. Washington lag knapp acht Minuten vor Schluss mit 27:13 vorn. Dann drehte Giants-Quarterback Jameis Winston auf, der erneut den verletzten Jaxson Dart vertrat. Mit zwei Touchdown-Pässen im Schlussviertel, der letzte über 17 Yards auf Malik Nabers, glich New York 1:43 Minuten vor dem Ende aus. Winston brachte insgesamt 33 von 54 Pässen für 326 Yards an.
In der Verlängerung häuften sich die Fehler auf beiden Seiten. Giants-Kicker Dominic Zvada vergab aus 46 Yards seinen dritten Versuch des Tages. Später stand New York schon an der 24-Yard-Linie, als Running Back Cam Skattebo den Ball nach einem Schlag von Daron Payne verlor.
Washington übernahm, hatte aber keine Auszeit mehr. Statt die Uhr rechtzeitig zu stoppen und Kicker Drew Stevens ein Field Goal aus kurzer Distanz zu ermöglichen, ließen die Commanders wertvolle Sekunden verstreichen. Beim letzten Spielzug rollte Jayden Daniels nach links, warf nicht und wurde getackelt. Zum Spiken reichte die Zeit nicht mehr, die Partie war vorbei. Coach Dan Quinn schleuderte sein Headset auf den Rasen, während die Giants-Verteidiger jubelten.
Daniels, erst kürzlich nach einem ausgekugelten Ellbogen zurückgekehrt, nahm die Schuld auf sich, ebenso Quinn, der von seiner „Verantwortung“ sprach. Die Giants führen die NFC East mit einer Bilanz von 3-1-1 weiter an, Washington steht bei 1-3-1.
