Die Los Angeles Dodgers haben in Milwaukee ihre beiden besten Werfer aufgeboten – und fahren trotzdem mit leeren Händen nach Hause. Nach dem 7:4 im zweiten Spiel der National League Championship Series führen die Milwaukee Brewers in der Best-of-seven-Serie mit 2:0. Für den zweimaligen Titelverteidiger wird die Lage damit ungemütlich.

Dreimal lagen die Gäste am Montagabend im American Family Field vorn, dreimal glich Milwaukee noch im selben Inning aus oder ging selbst in Führung. Im Mittelpunkt stand Catcher William Contreras. Er egalisierte im ersten Inning per Single, schlug im fünften einen Homerun über 436 Fuß ins Center Field und brachte die Brewers im sechsten mit einem weiteren Hit endgültig nach vorn. Drei Hits, drei Runs Batted In – so viele Treffer wie die gesamte Dodgers-Offensive zusammen. Zuvor war das in der Postseason-Geschichte erst drei Spielern gelungen, die in einer Partie dreimal den Ausgleich oder die Führung erzielten.

Auf der Gegenseite erlebte Starter Yoshinobu Yamamoto einen ungewöhnlich kurzen Abend. Nach nur acht Aus musste der Japaner vom Mound, so früh wie nie zuvor in einem Playoff-Spiel. Zermürbt hatte ihn unter anderem Jake Bauers, der sich im dritten Inning über mehr als sieben Minuten und zwölf Würfe einen Walk erkämpfte. Dodgers-Manager Dave Roberts räumte ein, sein Pitcher habe es „heute einfach nicht gehabt“.

Den Rest erledigte Milwaukees Bullpen. Vier Reliever hielten die Dodgers fünf Innings lang ohne einen einzigen Baserunner, das hat es in der Postseason noch nie gegeben. Im achten Inning sorgten Brice Turang und Bauers für zwei weitere Runs, Aaron Ashby machte den Sieg perfekt.

Die Statistik spricht für die Brewers: Von 95 Teams, die eine Siebenerserie mit 2:0 begannen, setzten sich 79 durch. Ab Mittwoch hat Los Angeles drei Heimspiele, um die Serie zu drehen.

samweber.si

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