Alexander Zverev steht im Halbfinale der Rolex Shanghai Masters. Der topgesetzte Deutsche bezwang den Australier Alex de Minaur am 15. Oktober in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:4. Die Partie auf der Stadium Court der Qizhong-Arena dauerte 78 Minuten; Zverev servierte zehn Asse und gewann laut ATP 80 Prozent der Punkte nach dem ersten Aufschlag.

Im ersten Satz brach er zum 3:2 und wehrte drei Breakbälle ab, im zweiten rettete er bei 3:3 zwei weitere und konterte sofort zum entscheidenden Break. De Minaur, Weltranglisten-Neunter, fand zu selten Antworten gegen die flachen, harten Grundschläge seines Kontrahenten. Im direkten Vergleich führt Zverev nun 9:4.

„Es war ein großer Schritt nach vorn“, sagte Zverev danach. Er habe das Gefühl gehabt, den schnellen Australier von der Grundlinie oft zu überhitzen – auf einem Belag, den de Minaur eigentlich liebt. Der Roland-Garros- und US-Open-Champion hat die Jahresend-Nummer eins der ATP bereits sicher; ein Aufstieg auf Platz eins der Live-Rangliste könnte frühestens Anfang November folgen.

Im Halbfinale wartet Alejandro Davidovich Fokina. Der 25. Gesetzte Spanier profitierte vom Aufgabe-Sieg gegen Arthur Gea, der wegen einer Psoas-Verletzung bei 1:4 im ersten Satz aufgab. Davidovich Fokina hatte zuvor lange Matches gegen Frances Tiafoe und Hubert Hurkacz bestritten und freute sich über zwei Ruhetage.

Für Zverev, Saisonbilanz 62:14, ist es die dritte Shanghai-Halbfinale-Teilnahme und die erste seit 2019. Nach den ersten Runden gegen Wu, Halys und Bublik wirkt der Rhythmus gefunden – der Weg zum Endspiel führt jetzt über den erholungshungrigen Spanier. Das Turnier in China gilt als wichtiger Gradmesser vor den ATP Finals; für den Deutschen zählt jetzt vor allem, den Schwung in die Titelrunde zu tragen.

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