Nach zwölf Minuten sah alles nach einer Wiederholung des Saisonauftakts aus. Damals hatten die Los Angeles Lakers die Golden State Warriors mit 22 Punkten Unterschied abgefertigt, und am Freitagabend in San Francisco führten sie nach dem ersten Viertel mit 38:15. Am Ende stand ein 112:95 für die Gastgeber, ein Umschwung von über 40 Punkten im Auftaktspiel des NBA Cups.
Die Wende kam im zweiten Durchgang, den Golden State seinerseits mit 38:15 gewann. Das Team traf plötzlich aus der Distanz fast nach Belieben, Georges Niang und De’Anthony Melton sorgten von der Bank für Dreier in Serie. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte Brandin Podziemski: Sein Wurf von jenseits der Linie fiel kurz vor der Sirene und bedeutete den 53:53-Ausgleich.
Nach einem ausgeglichenen dritten Viertel zogen die Warriors im Schlussabschnitt davon. Die Lakers brachten in den letzten zwölf Minuten nur noch 15 Punkte zustande, der Vorsprung wuchs zeitweise auf 17. Stephen Curry kam auf 31 Punkte, acht davon per Dreier, dazu sechs Assists. Podziemski steuerte 21 Zähler bei. Besonders deutlich fiel der Vergleich der Ersatzspieler aus: Golden States Bank erzielte 50 Punkte, die der Lakers ganze sieben.
Auf der anderen Seite hielt Luka Dončić seine Mannschaft lange fast allein im Spiel. Der Slowene erzielte 37 Punkte, holte sieben Rebounds und gab fünf Vorlagen, fand im Schlussviertel aber kaum noch Unterstützung.
Für Curry war es die Fortsetzung starker Tage. Zwei Abende zuvor hatte der 38-Jährige beim Sieg in Minnesota 44 Punkte erzielt. Mit dem Erfolg gleichen die Warriors ihre Bilanz auf drei Siege und drei Niederlagen aus. Schon am Sonntag geht das Heimspiel-Programm gegen die Los Angeles Clippers weiter.
