Eine Nacht für die Statistikbücher: Victor Wembanyama führte die San Antonio Spurs mit Karrierehöchstwerten von 52 Punkten und 24 Rebounds sowie acht Blocks zu einem 112:111 gegen die Dallas Mavericks. Der Franzose warf 16 seiner 28 Feldwürfe und 19 von 23 Freiwürfen; sieben Dunks und nur ein erfolgreicher Dreier gehörten ebenfalls zur Bilanz. San Antonio verbesserte sich auf 6:2 und gewann zum sechsten Mal in Folge.
Zur Pause standen bereits 29 Punkte, 15 Rebounds und fünf Blocks zu Buche – laut NBA-Aufzeichnung die erste Halbzeit seit Beginn der Play-by-Play-Ära 1996 mit mindestens 25 Punkten, zehn Brettern und fünf Blocks. Dallas lag zur Pause mit 51:68 zurück und drohte früh im dritten Viertel mit 54:73 abzureißen, kämpfte sich aber zurück. Ein Dreier von P. J. Washington brachte die Gäste bei 5:36 vor Schluss erstmals seit dem ersten Viertel in Führung (103:100). Wembanyama antwortete mit seinem einzigen Treffer von draußen und hielt die Partie in der Schlussphase mit zehn Punkten am Leben.
Beim Stand von 112:111 nach einem verwandelten Freiwurf des Franzosen 24 Sekunden vor Ende blieb Kyrie Irving (29 Punkte) die letzte Chance. Sein Wurf aus gut fünf Metern rutschte vorbei; De’Aaron Fox hatte ihn zuvor aus der Idealposition gedrängt. Wembanyama spielte trotz eines Virus und verdrehte sich im letzten Viertel den rechten Knöchel, kehrte aber zurück. Hinterher sagte er: „I can still do more.“ Die Würfe seien nicht gefallen, das zwinge ihn in einen anstrengenden Stil – besser werde es, wenn die Distanzwürfe sitzen.
Dallas (4:4) verlor zum zweiten Mal in Folge, obwohl die Mavericks mehr Feldtore als die Spurs erzielten. An der Freiwurflinie und unter dem Brett machte San Antonio den Unterschied.
