Seit 1997 stand die Marke von Jim Kelly in Buffalo wie ein Denkmal: 258 Touchdown-Pässe, geworfen vom Hall-of-Fame-Quarterback, der die Bills in den Neunzigern viermal in den Super Bowl geführt hatte. Am Sonntag ist sie gefallen. Rund zwölf Minuten vor Schluss fand Josh Allen den in die Endzone sprintenden DJ Moore, elf Yards, Touchdown Nummer 259, Regular Season und Play-offs zusammengerechnet. Später legte er gegen Tight End Dalton Kincaid noch einen weiteren nach.

Das Spiel selbst war da längst entschieden. Buffalo gewann gegen die Baltimore Ravens mit 36:10, steht nun bei sechs Siegen und einer Niederlage und führt die AFC East an. Für Joe Brady ist das der beste Start, den je ein Cheftrainer in seiner ersten Saison hingelegt hat. Allen kam auf 21 von 34 angekommenen Pässen für 289 Yards und lief zudem selbst einmal in die Endzone.

Die Ravens erlebten einen gebrauchten Nachmittag. Lamar Jackson, der nach einer Knöchelverletzung drei Spiele verpasst hatte, verletzte sich gleich beim ersten Spielzug seiner Mannschaft am Daumen der Wurfhand. Er muss operiert werden und kommt wieder auf die Verletztenliste. Auch Ersatzmann Tyler Huntley fiel aus, sodass am Ende der ungedraftete Rookie Joe Fagnano ran musste.

Gegen den dritten Quarterback hatte Buffalos Defensive leichtes Spiel. Sie erzwang drei Ballverluste, kam auf vier Sacks und ließ insgesamt nur 144 Yards zu. Linebacker Bradley Chubb räumte ein, Fagnano habe wohl kaum mit einem Einsatz gerechnet. Allen selbst sah vor allem in der zweiten Halbzeit, in der Buffalo bei drei der letzten vier Angriffe punktete, das Team, das man sein wolle.

Als Nächstes warten am kommenden Montagabend die Minnesota Vikings.

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