Nach einem Jahr Pause ist Daniil Medwedew wieder im Kreis der besten acht. Mit einem klaren 6:2, 6:3 gegen den französischen Qualifikanten Adrian Mannarino erreichte der Russe am Freitag das Halbfinale des Wiener Hallenturniers und sammelte damit die letzten Punkte, die ihm für die ATP Finals in Turin noch fehlten.

Für den 30-Jährigen ist es die siebte Teilnahme am Saisonfinale. Von 2019 bis 2024 war er jedes Mal dabei, nur 2025 verpasste er die Qualifikation. Nun reiht er sich hinter Alexander Zverev, Carlos Alcaraz und Ben Shelton ein. Auch Jannik Sinner hätte sich qualifiziert, fällt aber verletzt aus. Damit sind noch vier Plätze im Feld zu vergeben.

Das Viertelfinale war zugleich das hundertste seiner Karriere auf der Tour, und es verlief deutlich entspannter als die Runde zuvor, in der er gegen Cameron Norrie einen Matchball abwehren musste. Gleich im ersten Aufschlagspiel nahm Medwedew dem Franzosen den Service ab, im zweiten Satz entschied ein Break zum 4:3. „Viele lange Ballwechsel“ habe es gegeben, sagte der Weltranglistenfünfte, er sei froh, die wichtigen Punkte besser gespielt zu haben.

Seine Saison verläuft ohnehin stark: vier Titel, zuletzt in Almaty, und erstmals seit 2023 wieder mehr als 50 Siege. Am Samstag wartet im Halbfinale Alcaraz. Der Spanier setzte sich gegen den Amerikaner Tommy Paul mit 6:4, 7:6 durch und steht damit im 50. Halbfinale seiner Laufbahn. Weil er das letzte Duell mit Medwedew verloren hatte, kündigte er an, er sei „bereit für die Revanche“.

In der anderen Hälfte ließ Zverev nichts anbrennen. Die deutsche Nummer eins der Welt fertigte den Briten Arthur Fery in 58 Minuten mit 6:0, 6:2 ab.

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