Für Indiens Badmintonfans war der Sonntag im Saarland ein Festtag. Bei den Hylo Open in Saarbrücken, einem Turnier der Kategorie Super 500, gingen beide Einzelkonkurrenzen an Spieler vom Subkontinent. Erst siegte Pusarla V. Sindhu bei den Frauen, wenig später zog Lakshya Sen bei den Männern nach, und beide gaben im Finale keinen Satz ab.

Sindhu, frühere Weltmeisterin und zweifache Olympia-Medaillengewinnerin, brauchte nur 39 Minuten gegen die Dänin Line Højmark Kjærsfeldt. Nach einem kurzen Rückstand zu Beginn holte sie fünf Punkte in Folge und gab die Führung nicht mehr her, am Ende stand ein 21:12, 21:14. Es ist ihr zweiter Turniersieg der Saison nach den Japan Open im Juli, eine Woche zuvor hatte sie bei den French Open noch im Endspiel verloren. Die 9200 Weltranglistenpunkte verbessern ihre Chancen auf die World Tour Finals zum Jahresende deutlich. Ihr Team habe sie auch an Tagen aufgebaut, an denen sie „absolut am Boden“ gewesen sei, sagte die Inderin.

Für Lakshya Sen war der Erfolg noch wertvoller. Der Weltranglisten-14. war bei seinen letzten sechs Turnieren jeweils in der ersten Runde ausgeschieden, sein letzter Titel lag ein Jahr zurück. Gegen den Indonesier Jonatan Christie geriet er im ersten Satz nur kurz ins Wanken, als er eine 18:10-Führung beinahe verspielte. Dann gewann er 21:17 und ließ im zweiten Durchgang beim 21:10 nichts mehr anbrennen. Es sei lange her, dass er ein Turnier gewonnen habe, sagte Sen sichtlich erleichtert.

Auch in den übrigen Disziplinen gab es Sieger aus aller Welt. Im Mixed setzten sich die französischen Weltmeister Thom Gicquel und Delphine Delrue knapp in drei Sätzen gegen ein dänisches Duo durch, im Herrendoppel feierten die Dänen Christian Faust Kjær und Rasmus Kjær ihren ersten gemeinsamen Titel auf der World Tour.

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