Erst am Donnerstag war Jeffery Simmons per Tausch aus Tennessee nach Chicago gekommen, am Montagabend war er schon der Mann, an dem sich Seattles Offensive die Zähne ausbiss. Mit sechs Tackles, einem Sack, zwei Stopps hinter der Anspiellinie und einem abgewehrten Pass prägte der Defensive Lineman sein erstes Spiel für die Bears. Chicago gewann das Monday Night Game bei den Seahawks mit 34:17 und steht nun bei sechs Siegen und zwei Niederlagen.
Für den Super-Bowl-Champion war es ein Abend zum Vergessen. Quarterback Sam Darnold wurde dreimal zu Boden gebracht und kam nur auf 17 von 34 angekommenen Pässen. Bei dritten Versuchen gelang Seattle lediglich ein einziger Raumgewinn in elf Anläufen, insgesamt blieben die Gastgeber bei 252 Yards. Allein Passempfänger Jaxon Smith-Njigba hielt mit sechs Fängen für 118 Yards dagegen.
Spannend wurde es trotzdem noch einmal. Ein Fumble der Bears und ein Touchdown-Pass auf Cooper Kupp samt Zwei-Punkte-Versuch brachten Seattle Mitte des Schlussviertels auf 17:20 heran. Dann half den Gästen ausgerechnet eine eigene Strafe: Ein Spielzugverzögerungsfoul machte einen Stopp der Seahawks bei einem dritten Versuch ungültig. Im zweiten Anlauf rannte Kalif Raymond nach einem Rückpass 39 Yards weit, D’Andre Swift trug den Ball danach in die Endzone. Kurz darauf fälschte Austin Booker einen Darnold-Pass ab, James Lynch fing ihn, und Swift erzielte seinen dritten Lauf-Touchdown des Abends.
Caleb Williams brachte 24 von 34 Pässen für 247 Yards an, Seattle schadete sich zusätzlich mit drei Strafen wegen unnötiger Härte, einem verschossenen Extrapunkt und einem geblockten Field Goal.
Die Seahawks fallen damit auf eine ausgeglichene Bilanz von vier zu vier zurück. Für Chicago geht es am Sonntag gegen Tampa Bay weiter.
