Wieder einmal rettete Real Madrid einen Champions-League-Abend in der Nachspielzeit. Beim 3:2 bei AEK Athen besorgte Federico Valverde in der 92. Minute den Siegtreffer – per Distanzschuss nach Hereinnahme in der 67. Minute. Die Königlichen bleiben damit in der Ligaphase ohne Punktverlust: vier Spiele, zwölf Punkte, gleichauf mit Paris Saint-Germain an der Tabellenspitze.

AEK führte früh durch Aboubakary Koïta (12.). Jude Bellingham glich per Hacke nach Flanke von Marc Cucurella aus (32.) und wurde damit jüngster Spieler mit Toren in sieben aufeinanderfolgenden Champions-League-Saisons. In der 75. Minute drehte Stavros Pilios die Partie erneut, ehe Kylian Mbappé drei Minuten später nach Vorlage von Denzel Dumfries ausglich – sein sechstes Spiel in Folge mit Tor, Treffer in allen vier CL-Partien. Valverdes Gewaltschuss nach Assist von Brahim Díaz machte den Coup perfekt; nach Abpfiff sah Koïta Rot.

Trainer José Mourinho sah eine typische Auswärtsaufholjagd: viel Ballbesitz (rund 70 Prozent), 24 Torschüsse gegen neun und nervenstarke Reaktion nach dem 1:2. Mbappé hatte kurz vor Schluss noch die Latte getroffen. Für AEK war es die dritte Niederlage im vierten Gruppenspiel; die Athener stehen weit unten in der Tabelle.

Mit dem Dreier bleibt Madrid im Rennen um ein Direkticket für das Achtelfinale auf Kurs. Der nächste Ligaphasen-Gegner steht an – und die Serie später Siege nährt den Mythos, dass diese Mannschaft Spiele erst beendet, wenn der Schiedsrichter pfeift.

In der spanischen Liga und in Europa wirkt Madrid derzeit wie eine Mannschaft, die Rückstände als Einladung versteht – eine gefährliche Angewohnheit für jeden Gegner.

Für AEK bleibt der Abend trotzdem eine Visitenkarte: gegen den Rekordmeister zweimal in Führung gelegen zu haben, zeigt, dass die griechische Meistermannschaft in Europa konkurrenzfähig auftreten kann.

samweber.si

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