Wer am Mittwochabend nach Nordfrankreich schaute, rieb sich die Augen. Der italienische Klub Como 1907, erst seit dieser Saison in der Königsklasse dabei, fegte den RC Lens in dessen eigenem Stadion mit 9:1 vom Platz. Ein Sieg mit acht Toren Unterschied gelang seit Einführung der Champions League 1992 bisher nur zweimal: dem FC Liverpool beim 8:0 gegen Beşiktaş 2007 und Real Madrid beim 8:0 gegen Malmö 2015. Neun eigene Treffer in einer Partie hatte zuvor nur der FC Bayern erzielt, als er 2024 Dinamo Zagreb mit 9:2 besiegte.

Mann des Abends war der griechische Stürmer Anastasios Douvikas, der dreimal traf. Nico Paz steuerte ein Tor und zwei Vorlagen bei, dazu kamen sechs weitere Torschützen. Für die Elf von Trainer Cesc Fàbregas ist es der dritte Sieg im vierten Spiel. Auswärts hatte in diesem Wettbewerb seit Feyenoords Kantersieg gegen Olympiakos im Jahr 1971 kein Team mehr neunmal getroffen.

Spannender ging es in Athen zu. Real Madrid lag bei AEK zweimal zurück, Jude Bellingham und Kylian Mbappé glichen jeweils aus, ehe Federico Valverde in der Nachspielzeit mit einem Distanzschuss das 3:2 gelang. Die Mannschaft von José Mourinho hat damit alle vier Gruppenspiele gewonnen.

Für den FC Liverpool endete die makellose Bilanz dagegen in Istanbul. Fenerbahçe drehte die Partie zweimal und gewann 3:2, Vedat Muriqi traf elf Minuten vor Schluss zum Sieg. Manchester City setzte sich mit dem gleichen Ergebnis in Leipzig durch, wo Erling Haaland in der 78. Minute den Ausschlag gab. Borussia Dortmund schlug Real Betis 2:1, das Siegtor erzielte der 18-jährige Konstantinos Karetsas. Napoli ging beim FC Porto mit 1:4 unter, Arsenal gewann in Prag gegen Slavia mit 2:1.

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