Frances Tiafoe hat sich erstmals in seiner Karriere für das Saisonfinale der ATP qualifiziert. Der 28-jährige US-Amerikaner löste am Freitag das Ticket für Turin (15. bis 22. November), weil Landsmann Ben Shelton im Viertelfinale der Rolex Paris Masters Tommy Paul in drei Sätzen stoppte und damit dessen mathematische Chance auf die Elite-Acht beendete.

Shelton, selbst schon gesetzt und als Nummer drei geführt, steht zum ersten Mal im Halbfinale der französischen Halle. Unter dem Dach der Plenitude Arena servierte er elf Asse, gab nur einmal den eigenen Aufschlag ab und führt die direkte Bilanz gegen Paul nun drei zu zwei. Es ist sein drittes Masters-1000-Halbfinale – die beiden vorherigen in Toronto 2025 und Montreal 2026 gewann er. Als Nächstes wartet Luca van Assche oder Qualifier Rinky Hijikata.

Sieben Einzelplätze sind vergeben. Neben Weltranglistenerstem Alexander Zverev und Carlos Alcaraz gehören Shelton und Daniil Medvedev ebenso dazu wie die Debütanten Flavio Cobolli, Arthur Fils und nun Tiafoe. Der letzte Spot hängt am Freitagabend-Viertelfinale: Schlägt Taylor Fritz den Spanier, fährt er nach Turin; sonst rückt Rafael Jodar nach.

Tiafoe erlebt seine bislang beste Saison: Titel in Halle, Endspiele in Cincinnati und Acapulco, zum dritten Mal US-Open-Halbfinale inklusive Sieg über Medvedev. Zum zweiten Jahr in Folge schaffen es zwei Amerikaner ins Saisonfinale – zuletzt vor Shelton und Fritz 2025 hatten das Andy Roddick und James Blake 2006 geschafft.

Für Paul endet die Turin-Jagd bitter; für Tiafoe beginnt sie mit einem Debüt, das er sich auf dem Court und durch Sheltons Hilfe erarbeitet hat. Paris liefert so am gleichen Nachmittag ein US-Halbfinale und ein US-Finale-Ticket.

samweber.si

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