Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles holen sich für ihre größten Showmomente eine der bekanntesten Produzentinnen Hollywoods. Das Organisationskomitee LA28 ernannte am Mittwoch Kathleen Kennedy zur Verantwortlichen für Zeremonien und Inhalte. Sie wird alle vier Feiern gestalten, also Eröffnung und Abschluss der Olympischen wie der Paralympischen Spiele.
Kennedy war von 2012 bis Anfang dieses Jahres Präsidentin von Lucasfilm und führte die Star-Wars-Reihe in eine neue Ära. Zuvor hatte sie mit Steven Spielberg und ihrem späteren Ehemann Frank Marshall die Firma Amblin gegründet, aus der Klassiker wie „E.T.“ und „Zurück in die Zukunft“ hervorgingen. Ihre Filme sammelten insgesamt 120 Oscar-Nominierungen.
Sie folgt auf Peter Rice, den langjährigen Fox-Manager, der gerade zum Content-Chef von Netflix ernannt wurde und LA28 als ausführender Produzent erhalten bleibt. Zum Team gehören außerdem Kreativdirektor Ben Winston und der erfahrene Zeremonien-Produzent Scott Givens. Komitee-Chef Casey Wasserman nannte Kennedy eine Legende, die wie kaum jemand den Zauber Hollywoods heraufbeschwören könne.
Für Kennedy ist der Auftrag auch persönlich. Sie und Marshall hätten seit den Spielen von Los Angeles 1984 fast jede Olympiade besucht, erklärte sie; Sport bleibe für sie eines der großen verbindenden Erlebnisse. Zeit zum Einarbeiten bleibt wenig: Die Spiele beginnen am 14. Juli 2028, mit einer Eröffnungsfeier, die gleichzeitig im historischen Memorial Coliseum und im SoFi Stadium in Inglewood stattfinden soll.
Am selben Tag stellte LA28 auch sein offizielles Motto vor: „Stars Align“, auf Deutsch etwa „Die Sterne stehen günstig“. Es gilt für Olympische wie Paralympische Spiele. Zugleich stehen die Organisatoren wegen der Kosten und auch wegen Wasserman selbst zunehmend in der Kritik. Eine gelungene Eröffnungsshow wäre da ein willkommenes Signal, und genau dafür soll Kennedy nun sorgen.
