Stephen Curry hat in der jungen NBA-Saison sein bislang bestes Spiel abgeliefert. Beim 119:114-Auswärtssieg der Golden State Warriors bei den Minnesota Timberwolves erzielte der 38-Jährige 44 Punkte, so viele wie noch nie in dieser Spielzeit. Dazu kamen acht Rebounds und sechs Vorlagen.
Bemerkenswert war vor allem seine Sicherheit an der Freiwurflinie: 16 Versuche, 16 Treffer. Aus dem Feld lief es weniger glatt, Curry traf elf von 27 Würfen, darunter sechs Dreier. Zweitbester Werfer bei den Gästen war Rookie Yaxel Lendeborg mit 26 Zählern, Brandon Williams steuerte elf Punkte von der Bank bei.
Lange sah es nach einem lockeren Abend aus. Golden State führte zwischenzeitlich mit 24 Punkten, nach drei Vierteln stand es 93:81. Doch Minnesota gab nicht auf und gewann die zweite Halbzeit mit 66:55. Bones Hyland verkürzte mit einem Wurf über das Brett wenige Sekunden vor Schluss auf drei Punkte, ehe Curry mit zwei weiteren Freiwürfen alles klar machte. Jaden McDaniels hatte in der letzten Minute zwei Dreier zum möglichen Anschluss vergeben.
Ausgerechnet ein Ex-Warrior war bester Mann der Gastgeber: Jonathan Kuminga, 2021 von Golden State an siebter Stelle gedraftet, kam auf 20 Punkte. McDaniels und Terrence Shannon Jr. trafen je 19-mal. Schwer wog bei Minnesota das Fehlen von Anthony Edwards. Der Topscorer, der in den ersten vier Partien im Schnitt 33,3 Punkte erzielt hatte, fällt nach einem Eingriff am rechten Knie länger aus.
Für beide Teams war es eine Trendwende in entgegengesetzter Richtung. Die Warriors, die mit drei Niederlagen gestartet waren, feierten den zweiten Sieg in Serie. Die Timberwolves dagegen kassierten nach drei Siegen zum Auftakt die zweite Pleite nacheinander. Am Freitag empfängt Golden State die Los Angeles Lakers, Minnesota spielt zu Hause gegen die Clippers.
