Drei Tage nach dem Pokal-Aus im Elfmeterschießen kehrte Brighton & Hove Albion ins Etihad Stadium zurück und schrieb dort Vereinsgeschichte. Mit einem 1:0 am Samstag gewannen die Seagulls zum ersten Mal überhaupt bei Manchester City. Matchwinner war ausgerechnet Yasin Ayari, der am Mittwoch im Shootout des Ligapokals noch verschossen hatte.
Das entscheidende Tor fiel früh und war ein Geschenk. In der elften Minute schlug Diego Gómez eine Flanke in den Strafraum, Matheus Nunes verfehlte den Ball beim Klärungsversuch, Maxim De Cuyper brachte ihn zurück, und Ayari musste nur noch ins leere Tor schieben, weil Gianluigi Donnarumma bereits geschlagen war. Ob dem Spielzug überhaupt ein Foul vorausgegangen war, darüber durfte man streiten: Der Freistoß gegen Elliot Anderson wirkte großzügig gepfiffen.
Danach rannte City an, und zwar mit Wucht. 21 Torschüsse gab die Mannschaft von Enzo Maresca ab, so viele wie seit Ende 2024 nicht mehr in einem torlosen Heimspiel. Iliman Ndiaye vergab eine Kopfballchance und scheiterte nach einem Sololauf an Bart Verbruggen, der später einen Schuss des Senegalesen noch an die Latte lenkte. Insgesamt sieben Paraden zeigte Brightons Torhüter. Zwei Handspiel-Appelle der Gastgeber blieben ohne Elfmeter.
Für City ist es die zweite Ligapleite nacheinander nach dem Spiel bei Aston Villa, und zum ersten Mal seit 23 Heimspielen blieb die Mannschaft ohne eigenen Treffer. „Wir haben genug getan, um etwas zu verdienen“, haderte Maresca hinterher.
Brighton dagegen schwimmt auf einer Welle. Fabian Hürzelers Team hat fünf der letzten sechs Ligaspiele gewonnen, jedes davon ohne Gegentor, und schon im Vormonat Arsenal bezwungen. Mit 19 Punkten liegt der Klub als Dritter nur zwei Zähler hinter City und Arsenal.
