So schnell war in der WNBA noch kaum ein neues Team ganz oben. Die Golden State Valkyries, erst 2025 in die Liga gekommen, haben in ihrer zweiten Saison die Meisterschaft gewonnen. Im allerersten siebten Finalspiel der Ligageschichte setzten sie sich am Halloween-Abend in San Francisco mit 68:63 gegen die Atlanta Dream durch und entschieden die Serie mit 4:3.
Zur Pause sah es nicht danach aus. Atlanta führte 30:24, und bis dahin hatte in dieser Finalserie stets das Team gewonnen, das zur Halbzeit vorne lag. Dann übernahm Gabby Williams. Im dritten Viertel erzielte sie elf Punkte in Folge, am Ende standen 30 Punkte und vier Blocks auf ihrem Konto, dazu die Auszeichnung als wertvollste Spielerin der Finals. Trainerin Natalie Nakase nannte sie danach ihre „Closerin“.
Spannend blieb es bis in die letzten Sekunden. Rhyne Howard glich gut zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 57:57 aus, doch Williams antwortete sofort mit einem Dreier. Nach zwei Freiwürfen von Allisha Gray kam es elf Sekunden vor dem Ende zum Sprungball, Veronica Burton sicherte sich den Ball und verwandelte ihrerseits zwei Freiwürfe. Burton war vor zwei Jahren noch von Dallas aussortiert worden. Center Kiah Stokes holte 13 Rebounds und feierte ihren vierten Titel.
Bei Atlanta kam Jordin Canada auf 18 Punkte, Gray auf 16. Angel Reese sammelte zwölf Rebounds, traf aber nur für acht Zähler. Für die Dream war es bereits die vierte verlorene Finalserie.
Eine Rolle spielte auch ein mutiger Schachzug: Nach dem 1:2-Rückstand in der Serie stellte Nakase ihre Startformation um und holte unter anderem die 37-jährige Tiffany Hayes ins erste Glied, die im entscheidenden Spiel elf Punkte beisteuerte. Mitbesitzer Joe Lacob hatte bei der Gründung einen Titel innerhalb von fünf Jahren versprochen. Es hat nur zwei gedauert.
