Wer in diesem Jahr Teenager in Großbritannien belauscht hat, kennt es vermutlich schon: Das Collins English Dictionary hat „mogging“ zum Wort des Jahres 2026 gewählt. Gemeint ist, jemanden oder etwas zu übertrumpfen und dabei – ob beim Aussehen, beim Auftreten oder beim Status – blass aussehen zu lassen. Laut dem Wörterbuchverlag ist die Verwendung des Begriffs um 210 Prozent gestiegen, getragen vor allem von den Generationen Z und Alpha.

Die Herkunft ist weniger harmlos, als der Klang vermuten lässt. Vermutlich steckt das Kürzel „AMOG“ dahinter, „alpha male of the group“. Um 2016 bezeichnete es in Bodybuilding-Kreisen den körperlich dominantesten Mann im Studio, danach wanderte das Wort als Verb durch frauenfeindliche Online-Foren der sogenannten Manosphere. Heute wird es überwiegend augenzwinkernd benutzt: Dann „moggt“ eben das Sauerteigbrot der Freundin den eigenen Laib.

Collins-Geschäftsführer Alex Beecroft sagte, die Wahl zeige, wie jede Generation die Sprache präge. Die Lexikografen werten dafür aus, wie häufig und in welchen Zusammenhängen Wörter auftauchen. Seit 2013 kürt der Verlag ein Wort des Jahres; zuletzt waren es „permacrisis“, „AI“, „brat“ und im Vorjahr „vibe coding“. Das US-Portal Dictionary.com hat sich für 2026 übrigens für „maxxing“ entschieden, ein verwandtes Phänomen aus derselben Szene.

Auch die Shortlist liest sich wie ein Wettbewerb ums Größer und Heißer. „Carspreading“ beschreibt Autos, die mit jedem Modell breiter und schwerer werden. „Firewave“ steht für viele Waldbrände in kurzer Zeit, „hydration break“ für die Trinkpause, die bei der WM 2026 in jedem Spiel eingelegt wurde. Daneben finden sich „ghost job“ für Stellenanzeigen ohne echte Stelle, „friendslop“ für einfache Spiele mit Freunden, „fricy“ für fruchtig-scharfe Saucen, die Frisur „bixie“, „P(doom)“ für die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer KI-Katastrophe und „Manchesterism“, die Politik von Andy Burnham, der laut Collins im Juli Keir Starmer als Premier ablöste.

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