Ty Jerome hatte fast alles allein gerichtet – nur der letzte Wurf fehlte. Die Memphis Grizzlies haben in der Nacht zum Dienstag ihre erste Niederlage der NBA-Saison kassiert. Die New Orleans Pelicans gewannen in Memphis mit 135:134 nach Verlängerung. Damit gibt es in der Liga keine ungeschlagene Mannschaft mehr.

Lange sah es nach dem siebten Sieg im siebten Spiel aus, was für die Grizzlies einen Klubrekord bedeutet hätte. Doch die Gäste drehten das letzte Viertel, in das sie mit 95:100 gegangen waren. Dann übernahm Jerome. In den letzten 1:43 Minuten der regulären Spielzeit erzielte der Guard neun Punkte am Stück und rettete sein Team beim Stand von 124:124 in die Overtime. Auch dort traf vor allem er.

Die Entscheidung fiel an der Freiwurflinie. Jeremiah Fears verwandelte 7,3 Sekunden vor Schluss zweimal zur Pelicans-Führung. Jerome bekam den letzten Ball, doch sein Halbdistanzwurf gegen Trey Murphy III sprang heraus. Er beendete den Abend mit 40 Punkten bei 14 von 22 Würfen, davon fünf von sechs Dreiern.

Bei New Orleans verteilte sich die Last auf viele Schultern. Zion Williamson kam auf 25 Punkte und elf Rebounds, neun Zähler davon in der Verlängerung. Karlo Matkovic stellte mit ebenfalls 25 Punkten eine persönliche Bestmarke auf, Derik Queen steuerte 20 bei. Und das trotz der Ausfälle von Dejounte Murray, Jordan Poole und Yves Missi. Es war der dritte Sieg in Folge, die Pelicans stehen nun bei 3:4.

Nach der Schlusssirene wurde es noch hitzig: Grizzlies-Center Isaiah Stewart musste festgehalten werden, als er sich mit der Bank der Gäste anlegte. Am Wahltag pausiert die NBA, am Mittwoch empfängt Memphis die Indiana Pacers.

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