Die neue NBA-Saison begann mit einer Revanche, und Oklahoma City nahm sie dankend an. Die Thunder siegten am Dienstagabend bei den San Antonio Spurs mit 116:104. Gegen diese Spurs hatten sie im Frühjahr das Finale der Western Conference erst im siebten Spiel verloren.

Die Schlagzeilen gehörten allerdings einem Verlierer. Victor Wembanyama, Superstar der Texaner, erlebte den schwächsten Wurfabend seiner Karriere. Zwölf Versuche gingen daneben, ehe er mit der Sirene zum Ende des dritten Viertels nach einem Zuspiel von De’Aaron Fox dunkte. Am Ende stand er bei einem Treffer aus 13 Versuchen, immerhin mit zwölf Punkten, 13 Rebounds und sechs Blocks. Der Franzose sagte selbstkritisch, er habe womöglich zu viel nachgedacht.

Großen Anteil daran hatte Chet Holmgren. Der Center, der in den Playoffs gegen Wembanyama oft chancenlos wirkte, verteidigte diesmal hart und körperlich, steuerte 14 Punkte bei und blockte vier Würfe. Auch Rookie Aday Mara hielt bei seinem Debüt dagegen. Trainer Mark Daigneault lobte die perfekte Balance aus Hilfe und Disziplin.

Vorne erledigte Shai Gilgeous-Alexander seinen Job wie gewohnt: 32 Punkte, damit hat der zweimalige MVP nun 141 Spiele in Folge mindestens 20 Zähler erzielt. Jared McCain kam auf 20 Punkte und traf sechs von acht Dreiern. In der ersten Halbzeit versenkte OKC zehn von 14 Distanzwürfen und führte zeitweise mit 26 Punkten.

Spurs-Coach Mitch Johnson wollte seinen Star nicht allein verantwortlich machen. Alle hätten schwach gespielt, sagte er. Es war ja auch erst das erste von 82 Spielen. Beide Teams gelten weiter als Favoriten im Westen, und das nächste Duell dürfte mit Spannung erwartet werden.

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