Der mit Spannung erwartete erste Auftritt von Giannis Antetokounmpo im Trikot der Miami Heat endete mit einer Lehrstunde – erteilt von Anthony Edwards. Der Star der Minnesota Timberwolves erzielte beim 131:106-Auswärtssieg am Mittwochabend (Ortszeit) 45 Punkte, darunter neun Dreier, und holte zehn Rebounds. Nach gut 33 Minuten durfte er sich auf die Bank setzen.
Mit dieser Leistung schrieb Edwards Geschichte. Schon im vergangenen Jahr hatte er zum Saisonstart in Portland 41 Punkte aufgelegt. Mehr als einmal ein Eröffnungsspiel mit mindestens 40 Zählern beendet haben in der NBA bislang nur Wilt Chamberlain und Michael Jordan. „Fire“, kommentierte Edwards den Vergleich knapp. Allein traf er von der Dreierlinie häufiger als die gesamte Heat-Mannschaft, die nur acht ihrer 33 Versuche verwandelte.
Antetokounmpo, im Sommer aus Milwaukee nach Florida gewechselt, zeigte durchaus, warum Miami auf ihn setzt: 35 Punkte bei 13 von 19 Würfen aus dem Feld, 21 davon schon vor der Pause. Am Ende musste er jedoch mit sechs Fouls vom Feld, zudem wurde gegen ihn ein Flagrant Foul gepfiffen.
Entschieden wurde die Partie rund um die Halbzeit. Miami lag im zweiten Viertel kurz vorn, dann zogen die Gäste mit einem 23:7-Lauf auf 78:61 davon. Auch Neuzugang LaMelo Ball überzeugte bei seinem Einstand für Minnesota mit 21 Punkten, Center Rudy Gobert sammelte 15 Rebounds.
Für die Heat ist es bereits die dritte Auftaktniederlage in Serie. Nicht nur in Miami gab es an diesem Abend prominente Premieren: Anthony Davis führte die Washington Wizards mit 34 Punkten zum 128:116 gegen Giannis‘ Ex-Klub Milwaukee.
