Am Samstag pustete Niko Iličević die Kerzen auf seiner Geburtstagstorte aus, am Sonntag stand er schon in den Geschichtsbüchern der Bundesliga. Erst ganz am Ende, als die Nachspielzeit schon lief, schickte Trainer Adi Hütter das Eigengewächs beim 3:1 gegen den Hamburger SV aufs Feld. Mit 16 Jahren und einem Tag ist Iličević damit gemeinsam mit Youssoufa Moukoko der jüngste Spieler, der je in Deutschlands höchster Liga eingesetzt wurde. Moukoko war im November 2020 für Dortmund exakt gleich alt.

Viel Zeit blieb dem Debütanten nicht, und doch hätte er fast getroffen: Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zielte er knapp vorbei. Der offensive Mittelfeldspieler kickt seit 2019 im Frankfurter Nachwuchs, hat für die U19 in dieser Saison bereits vier Tore erzielt und gehört zur deutschen U17. Sein Onkel ist der frühere kroatische Nationalspieler Ivo Iličević, der einst selbst das HSV-Trikot trug.

Das Spiel selbst war das zweite Duell beider Klubs binnen weniger Tage, nachdem die Eintracht die Hamburger schon im DFB-Pokal ausgeschaltet hatte. Die Hessen gingen in der zehnten Minute in Führung, als Warmed Omari eine Hereingabe von Farès Chaïbi ins eigene Netz lenkte. Lange hielt das nicht: Albert Grønbæk legte quer, Terem Moffi musste nur noch einschieben.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zugunsten der Gastgeber. Direkt nach Wiederbeginn köpfte Lilian Brassier nach einer Ecke aufs Tor, Torwart Daniel Heuer Fernandes ließ abprallen und Raphael Onyedika staubte ab. In der 69. Minute eroberte Can Uzun den Ball und bediente Younes Ebnoutalib, der aus spitzem Winkel zu seinem sechsten Saisontor traf. Ein weiterer Treffer Chaïbis zählte wegen Abseits nicht, auf der Gegenseite traf Omari noch die Latte.

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