Sein erster Marathon, und gleich ein Sieg in New York: Andreas Almgren hat am Sonntag das Rennen durch die fünf Stadtbezirke gewonnen. Der Schwede erreichte den Central Park nach 2:06:01 Stunden, das ist die drittschnellste Zeit in der Geschichte der Veranstaltung. Noch nie zuvor hatte ein Läufer aus Schweden in New York in irgendeiner Wertung triumphiert.
Almgren, in diesem Jahr Weltmeister im Halbmarathon und Europameister über 10.000 Meter, hielt sich lange in der Spitzengruppe auf. Erst rund eine Meile vor dem Ziel setzte er sich ab. Der Italiener Yeman Crippa, ebenfalls zum ersten Mal in New York am Start, kam 13 Sekunden später an. Dritter wurde Kamohelo Mofolo, der an seinem 21. Geburtstag als erster Athlet aus Lesotho auf das Podium lief. Den Titelverteidiger Benson Kipruto aus Kenia verwies er dabei um eine Sekunde auf Rang vier.
Bei den Frauen entschied ein Sprint auf den letzten rund 150 Metern. Die Kenianerin Sheila Chepkirui, Siegerin von 2024, ließ ihre Landsfrau und Vorjahressiegerin Hellen Obiri stehen und gewann in 2:24:36. Dahinter schob sich die US-Amerikanerin Jessica McClain noch auf Platz zwei und verdrängte Obiri um eine Sekunde. Eine Amerikanerin unter den ersten Drei hatte es in New York seit Shalane Flanagan 2018 nicht gegeben. Aus deutscher Sicht erfreulich: Fabienne Königstein lief in 2:28:49 auf Rang zehn.
Im Rollstuhlrennen ging es ebenfalls eng zu. Der Schweizer Marcel Hug siegte zum achten Mal und baute seinen Rekord aus, mit nur einer Sekunde Vorsprung auf den US-Amerikaner Daniel Romanchuk. Seine Landsfrau Catherine Debrunner gewann bei den Frauen mit fast achteinhalb Minuten Vorsprung.
Gefeiert wurde in diesem Jahr auch ein Jubiläum: Die Strecke durch alle fünf Bezirke gibt es seit 50 Jahren. Fast 60.000 Teilnehmende waren gemeldet.
