Die Krönung muss noch eine Woche warten, an der Dominanz von Kimi Antonelli ändert das nichts. Der Mercedes-Pilot gewann am Sonntag den Großen Preis der USA in Austin mit gut 13 Sekunden Vorsprung – sein neunter Saisonsieg. Zweiter wurde Charles Leclerc im Ferrari, Max Verstappen komplettierte im Red Bull das Podium.

Für den vorzeitigen Titelgewinn hätte alles zusammenpassen müssen: Antonelli musste gewinnen, gleichzeitig durften Lewis Hamilton höchstens Fünfter und George Russell höchstens Neunter werden. Hamilton kam jedoch als Vierter ins Ziel, Russell trotz einer Strafe auf Rang acht. Damit bleiben beide rechnerisch im Rennen – allerdings nur noch auf dem Papier. Antonelli führt nun 123 Punkte vor seinem Teamkollegen Russell und 124 vor Hamilton, bei fünf ausstehenden Rennen.

Gewonnen hat der Italiener das Rennen mit der Strategie. Während viele Konkurrenten zweimal zum Reifenwechsel kamen, fuhr er mit nur einem Stopp durch: zuerst ein langer Abschnitt auf der mittleren Mischung, danach auf harten Reifen bis zur Zielflagge. Dahinter lieferten sich Leclerc und Verstappen ein langes Duell, das der Monegasse sieben Runden vor Schluss mit einem Manöver in Kurve 12 entschied. Lando Norris verlor mit abgenutzten Reifen den Anschluss und wurde Fünfter.

Beim nächsten Rennen in Mexiko-Stadt reicht Antonelli ein neunter Platz, um sicher Weltmeister zu werden; gewinnen weder Russell noch Hamilton, ist ihm der Titel unabhängig von seinem eigenen Ergebnis sicher. Der Mercedes-Fahrer, der erst im August 20 wurde, wäre dann der jüngste Champion der Formel-1-Geschichte. „Wir sind sehr nah dran“, sagte er nach dem Rennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert