Schlaf, Muskeln, Proteine, Gemütlichkeit – irgendetwas wird immer optimiert. Das US-Wörterbuchportal Dictionary.com hat aus dieser Stimmung sein Wort des Jahres gemacht: „Maxxing“, mit doppeltem x geschrieben. Die Wahl wurde am Montag bekanntgegeben.

Gemeint ist eine Kurzform von „maximieren“. Das Wort kann allein stehen oder als Endung an fast jedes andere Wort angehängt werden, um auszudrücken, dass man etwas bis zum Anschlag ausreizt. Wer im Fitnessstudio alles gibt, betreibt „Gymmaxxing“, wer möglichst viel und gut schlafen will, „Sleepmaxxing“. Im Büro kursierte „Tokenmaxxing“ für den immer stärkeren Einsatz von KI-Werkzeugen, und selbst die US-Bundesregierung griff in ihrer Kommunikation zu „Homelandmaxxing“.

Die Lexikografen des Portals stützen ihre Auswahl auf Suchanfragen, soziale Medien und Nachrichtentexte und gewichten zusätzlich die kulturelle Bedeutung. Steve Johnson, Leiter der Lexikografie bei Dictionary Media Group, betonte gegenüber CBS News, wie ungewöhnlich breit der Begriff gestreut sei – von Wellness über Arbeit bis Politik. Am weitaus häufigsten bleibt die Variante „Looksmaxxing“, das Optimieren des eigenen Aussehens. Deren Gebrauch ist seit Jahresbeginn um mehr als 1.000 Prozent gestiegen.

Ganz neu ist die Idee nicht. „Maxing out“ für eine ausgereizte Kreditkarte kennt das Englische seit Jahrzehnten. Die heutige Bedeutung führt Johnson auf die Spieltheorie der 1940er-Jahre und später auf Rollenspiele wie Dungeons & Dragons zurück, wo „Min-Maxing“ hieß, eine Figur in einem Bereich extrem stark zu machen. Das zusätzliche x brachte dann die Internetkultur der Generation Z.

Spannend findet der Lexikograf auch die Gegenbewegung, die dieselbe Sprache nutzt: „Normalmaxxing“ oder gar „Nothingmaxxing“ – das konsequente Optimieren des Nichtstuns. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte Dictionary.com noch die rätselhafte Zahl „67“ gekürt, deren Sinn vielen Erwachsenen verborgen blieb.

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