Die Minnesota Timberwolves sind in dieser NBA-Saison nicht mehr ungeschlagen. Am Montagabend verloren sie in Cleveland nach Verlängerung mit 125:127, obwohl sie zwischenzeitlich mit 15 Punkten geführt hatten.
Entschieden wurde das Spiel in den letzten Sekunden. Donovan Mitchell traf 48 Sekunden vor Schluss der Overtime einen Sprungwurf aus der Mitteldistanz zur Führung. Danach hatte Anthony Edwards den Ausgleich in der Hand: 3,9 Sekunden vor dem Ende stand er bei einem Dreier völlig frei, verfehlte aber. Peyton Watson sicherte den Rebound und verwandelte zwei Freiwürfe. Edwards‘ Dreier mit der Schlusssirene war nur noch Ergebniskosmetik.
Für den Star der Wolves war es trotzdem ein persönlicher Rekordabend dieser Saison: 47 Punkte. Center Rudy Gobert sammelte unter dem Korb starke 20 Abpraller ein. Bei Cleveland war Mitchell mit 26 Punkten und sieben Vorlagen bester Werfer. James Harden steuerte 19 Punkte und neun Assists bei, Evan Mobley kam auf 18 Punkte und zehn Rebounds. Für einen besonderen Moment sorgte Meleek Thomas: Der Rookie erzielte bei seinem NBA-Debüt 16 Punkte von der Bank.
Die Cavaliers stehen damit bei zwei Siegen und einer Niederlage. Andere Teams starteten makelloser in die Saison: Houston bleibt nach einem 120:110 gegen Atlanta ohne Niederlage, Memphis feierte mit vier Siegen in Serie erst den zweiten solchen Start der Klubgeschichte. Golden State gewann dank eines treffsicheren Stephen Curry in Denver sein erstes Saisonspiel.
Für Minnesota bleibt vor allem die Art der Niederlage ein Thema. Eine komfortable Führung schmolz dahin, und Edwards musste fast die Hälfte der Punkte allein liefern. So früh in der Saison ist das eher ein Warnsignal als ein Grund zur Panik – aber eines, das Trainer ungern übersehen.
