Drei Aus fehlten den Milwaukee Brewers noch zum ersten Titel ihrer Klubgeschichte. Dann drehten die Tampa Bay Rays in der Nacht zu Mittwoch das vierte Spiel der World Series doch noch. Nach zwölf Innings stand es im Tropicana Field 4:3 für die Gastgeber, in der Serie führt Milwaukee nur noch 3:1.
Lange war es ein zähes Ringen. Tampa ging im zweiten Inning durch einen Double von Chandler Simpson in Führung, Cooper Pratt glich mit einem eigenen Double aus. Ein Fehler von Brewers-Third-Baseman David Hamilton bescherte den Rays das 2:1, doch Hamilton machte das mit einem Solo-Homerun im fünften Inning gleich wieder wett. Danach bestimmten die Bullpens das Spiel. Milwaukees Aaron Ashby baute seine Serie auf 18 Innings ohne gegnerischen Punkt aus, ein neuer Playoff-Rekord für Relief Pitcher, der bisher bei Andrew Millers 16 Innings aus dem Jahr 2016 lag.
Im zwölften Durchgang schien die Entscheidung gefallen: Pratt, mit vier Hits der beste Schlagmann des Abends, traf zum 3:2. Doch gegen Shane Drohan glich Jonny DeLuca per Single aus, Simpson füllte die Bases. Pinch-Hitter Ben Williamson schlug den Ball ins rechte Feld, und Pinch-Runner Nick Fortes lief zum Siegpunkt ein.
Historisch ist das selten. Ein Walk-off-Sieg, um einen drohenden Sweep in der World Series abzuwenden, war zuvor nur den Chicago Cubs 1910 gelungen. Die Brewers verpassten damit auch die Chance, als erstes Team neun Playoff-Spiele in Folge zu gewinnen.
Spiel fünf steigt am Mittwoch erneut in St. Petersburg. Gewinnen die Rays wieder, geht es zurück nach Milwaukee.
