Spaziergänger fanden das Tier in dieser Woche an der Encounter Bay, einer Bucht auf der Fleurieu-Halbinsel südlich von Adelaide. Inzwischen steht fest, woran der Gemeine Delfin gelitten hatte: Labortests wiesen bei ihm Vogelgrippe vom Typ H5 nach. Es ist nicht das erste Meeressäugetier dieser Art, bei dem die Behörden des Bundesstaats South Australia das Virus bestätigen.

Wie der Erreger ins Meer gelangte, erklärt die oberste Veterinärin des Bundesstaats, Skye Fruean, mit einem Zufall. Der Delfin sei vermutlich mit einem infizierten Wildvogel in Berührung gekommen. Einen großen Ausbruch unter Delfinen hält sie für unwahrscheinlich. Mehr Sorgen bereiten ihr Robben und Seelöwen, die viel Zeit an Land verbringen und dort leichter auf kranke Vögel treffen.

Mit dem neuen Fund zählt South Australia nun 340 sogenannte Ereignisse. Gemeint sind nicht einzelne Tiere, sondern bestätigte positive Befunde bei mindestens einem Tier einer Art an einem Ort. Nach Einschätzung der Behörden hat sich das Virus in der Tierwelt des Bundesstaats dauerhaft festgesetzt. Immerhin: Die Funde kommen seltener als zuvor, und zuletzt gab es kein Massensterben mehr. Besonders schwer getroffen wurden bislang die Eilseeschwalben, eine Küstenvogelart.

Parallel läuft die Vorsorge. Im Cleland Wildlife Park nahe Adelaide sind ausgewählte Vögel bereits geimpft, in den Einrichtungen von Zoos SA ist die Aktion etwa zur Hälfte geschafft. Als Nächstes sollen frei lebende Zwergpinguine geschützt werden. Die Regierung in Canberra hat dafür Impfstoff freigegeben, vorgesehen sind Kolonien auf Granite Island, in Penneshaw und an der Emu Bay. Einen Starttermin konnte Fruean noch nicht nennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert