Für die Fans in Falkirk war es ein Nachmittag, auf den sie fast zwei Jahrzehnte gewartet hatten. Mit 2:0 bezwang der Aufsteiger von einst am Sonntag den schottischen Meister Celtic Glasgow, der erste Erfolg gegen die Hoops seit 2007. Der Mann des Tages stand im Tor: Scott Bain, früher selbst Keeper bei Celtic, parierte zehnmal und brachte seine alten Kollegen schier zur Verzweiflung.
Die Gastgeber erwischten einen Traumstart. Schon nach drei Minuten lenkte Cameron Carter-Vickers eine Flanke von Ryan Strain unglücklich genau vor die Füße von Ethan Ross, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Strain verletzte sich bei der Aktion und musste raus. In der 38. Minute legte Scott Tanser nach: Der Linksverteidiger ließ Carter-Vickers stehen und traf ins untere Eck, vorbereitet von Leihspieler Owen Eames.
Celtic hatte durchaus Chancen. Camilo Duran traf den Pfosten und scheiterte mehrfach an Bain. Kurz nach der Pause jubelte Falkirk über ein vermeintliches drittes Tor von Jacob Murrell, doch der Videobeweis zeigte ein Handspiel. Danach rannte Celtic an, Bain wehrte unter anderem einen Doppelversuch von James Forrest und Benjamin Nygren ab. Die Heimfans sangen bald „Scotland’s number one“. Joker Kasper Høgh blieb dagegen blass und wartet nun schon seit 14 Spielen auf ein Tor.
Für Trainer Martin O’Neill wird die Lage ungemütlich. Es war die sechste Niederlage aus den letzten zehn Spielen. Zwar steht Celtic weiter vier Punkte vor den Rangers an der Spitze, hat aber eine Partie mehr absolviert. O’Neill sah sein Team keineswegs chancenlos und meinte, man hätte „six or seven“ Tore erzielen können.
Falkirk dagegen fährt den vierten Sieg in Serie ein und klettert auf Rang vier, nur zwei Punkte hinter Hearts.
