Lange sah es am Dienstag in der Pariser Plenitude Arena nach einem frühen Aus für Novak Djokovic aus. Der Serbe verlor gegen Valentin Vacherot aus Monaco den ersten Satz im Tiebreak, lag im zweiten mit einem Break zurück und musste wegen Schulterproblemen behandelt werden. Am Ende stand trotzdem ein 6:7 (5), 7:5, 6:1 nach gut zweieinhalb Stunden – und ein kleiner Rekord.
Mit 39 Jahren ist der siebenmalige Paris-Champion nun der älteste Spieler, der bei diesem Turnier ein Match gewonnen hat. Bislang hielt Jimmy Connors diese Bestmarke, der 1991 ebenfalls 39 war. Für Djokovic war es zudem der 51. Sieg in Paris und das Ende einer ungewohnten Durststrecke: Zuvor hatte er bei Masters-Turnieren viermal in Folge verloren, die längste solche Serie seiner Karriere.
Der Gegner kam mit viel Rückenwind. Vacherot hatte am Sonntag in Basel den Titel geholt und fünf Spiele hintereinander gewonnen. Mit 22 Assen setzte er Djokovic immer wieder unter Druck; der Serbe gab zu, dass er den Aufschlag anderthalb Sätze lang kaum lesen konnte. Den Platz beschrieb er als extrem schnell: „Wie Eis.“ Entscheidend war das 4:4 im zweiten Satz, als Djokovic drei Breakbälle abwehrte. Kurz darauf glich er nach Sätzen aus. Im dritten Durchgang ließ er dem sichtlich ermüdeten Monegassen, der selbst eine Behandlungspause am Knöchel brauchte, keine Chance mehr.
Der Sieg hält die Hoffnung auf die ATP Finals in Turin am Leben. Djokovic liegt im Jahresranking mit 2940 Punkten auf Rang elf, nur die besten neun qualifizieren sich direkt. Er braucht mindestens das Halbfinale. Nach den Zielen gefragt, wehrte er ab: Er wolle schlicht jedes Match gewinnen.
In der zweiten Runde trifft er auf den australischen Qualifikanten Rinky Hijikata.
