Zur Pause pfiffen die Fans in Old Trafford, am Ende lagen sie sich in den Armen. Manchester United drehte am vierten Spieltag der Ligaphase einen 0:2-Rückstand gegen die AS Roma in ein 3:2 und beendete damit eine Serie von neun Pflichtspielen ohne Sieg. Matías Soulé (11.) und Donyell Malen per Elfmeter (17.) hatten die Römer früh in Führung gebracht, so schlecht war United noch nie in ein europäisches Heimspiel gestartet.
Kapitän Bruno Fernandes verwandelte nach einer Stunde einen Strafstoß, den er wiederholen musste, Bryan Mbeumo traf später gleich beide Pfosten. Dann kam Matheus Cunha: In der 83. und 86. Minute schoss der Brasilianer die Wende heraus, ehe er in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz flog. Für Trainer Michael Carrick, dessen Zukunft zuletzt offen schien, ist es ein wichtiger Abend.
Paris Saint-Germain setzte derweil eine Bestmarke: Beim 6:0 in Villarreal stand es nach 17 Minuten bereits 4:0, so schnell hatte in der Königsklasse noch kein Team vier Tore erzielt. Die Tore: zweimal Fabián Ruiz, dazu Doué, Neves und Mayulu, den Rest besorgte der eingewechselte Boly. Es war der zehnte Sieg in Folge, Paris führt die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung an.
Der FC Bayern fand in Madrid nach zwei Remis zurück in die Spur. Beim 2:0 gegen Atlético nutzte der junge Lennart Karl einen Ballgewinn im Strafraum zum Führungstreffer, Konrad Laimer erhöhte nach Vorlage von Harry Kane. Der frisch gekürte Ballon-d’Or-Gewinner blieb selbst ohne Tor und verpasste so, Cristiano Ronaldos Serie von elf Königsklassen-Spielen in Folge mit Treffer einzustellen. Manuel Neuer bestritt sein 164. Spiel in diesem Wettbewerb.
Für den VfB Stuttgart lief es weniger gut: Er verlor bei Galatasaray 0:2, Aleksey Batrakov traf binnen drei Minuten doppelt. Barcelona beendete mit einem 3:0 die makellose Bilanz von Aston Villa, Inter gewann 3:0 in Rotterdam. Am Mittwoch folgen unter anderem Arsenal, Liverpool und Manchester City.
