Am Ende hing alles am rechten Fuß von Cairo Santos. Rund anderthalb Minuten vor Schluss trat der Kicker der Chicago Bears aus 58 Yards an – so weit wie nie zuvor in seiner Karriere – und traf. Der Treffer brachte die nötige Sicherheit zum 30:24 gegen die New England Patriots im Donnerstagsspiel am Soldier Field.
Bemerkenswert war die Szene, weil Santos zuvor aus 53 Yards nur den Pfosten getroffen hatte und Quarterback Caleb Williams kurz vorher einen Sack über zehn Yards kassierte. Trainer Ben Johnson vertraute dem Routinier trotzdem. Die Patriots verkürzten zwar noch per Field Goal, doch den anschließenden Onside-Kick sicherte sich Rome Odunze.
Chicago lag von Beginn an vorn, zur Pause zunächst mit 20:7. Mit dem letzten Spielzug der ersten Hälfte gelang New England allerdings ein 48-Yard-Touchdown durch Rhamondre Stevenson. Die Bears antworteten nach dem Seitenwechsel mit einer langen Angriffsserie und eigenem Touchdown.
Williams, erst vor kurzem von einer Oberschenkelverletzung zurück, brachte 22 von 33 Pässen für 308 Yards und zwei Touchdowns an. Bester Empfänger war Luther Burden III mit vier Fängen für 130 Yards, darunter ein Screen-Pass, den er dank starker Blocks zum Touchdown verwandelte. Im Laufspiel sammelte Swift 78 Yards und einen Touchdown. Auf der Gegenseite zeigte Drake Maye mit 321 Passing-Yards eine starke Leistung, leistete sich aber eine Interception in der Endzone.
„Man findet heraus, aus welchem Holz man geschnitzt ist“, sagte Johnson über die Fehler, die sein Team wegsteckte. Vor dem Spiel hatten die Bears ihre Legende Mike Ditka geehrt. Chicago steht nun bei fünf Siegen und zwei Niederlagen, die Patriots bei 4:3.
