Für die Atlanta Dream war das WNBA-Finale bisher ein Ort der Enttäuschung: In drei Endspielserien hatte das Team zehnmal gespielt und zehnmal verloren. In der Nacht zu Dienstag ist diese Serie gerissen. Bei den Golden State Valkyries in San Francisco gewann Atlanta mit 79:65 und glich in der Best-of-seven-Serie zum 1:1 aus.
Hauptdarstellerin war Angel Reese. Die 24-Jährige, die vor der Saison aus Chicago gekommen war, kam auf 30 Punkte und 16 Rebounds, traf zehn von 16 Würfen und blockte zwei Versuche der Gegnerinnen. Vor ihr hatten nur Jonquel Jones (2019) und Breanna Stewart (2020) in einem Finalspiel mindestens 30 Punkte und 15 Rebounds erzielt. Im ersten Spiel, das Atlanta knapp mit 64:68 verloren hatte, war Reese nach der Pause ohne Korb geblieben. Sie habe ihr Team im Stich gelassen, gab sie danach zu, das habe sie diesmal wiedergutmachen wollen.
Zur Halbzeit stand es nur 39:37. Dann zog Atlanta die Abwehr zu: In einer Phase von gut 13 Minuten über das dritte und vierte Viertel hinweg lief ein 30:8-Lauf. Rhyne Howard stellte mit sechs Ballgewinnen einen Finalrekord auf, insgesamt leisteten sich die Valkyries 19 Ballverluste. Allisha Gray steuerte 18 Punkte bei.
Für die Gastgeberinnen, die erst seit dem vergangenen Jahr in der Liga spielen, war es ein gebrauchter Abend. Sie trafen nur gut ein Drittel ihrer Würfe, Gabby Williams, im ersten Spiel noch beste Werferin, kam auf 14 Punkte.
Die nächsten beiden Partien finden in Atlanta statt, und zwar nicht in der kleinen Stammhalle der Dream, sondern in der deutlich größeren Arena der NBA-Basketballer der Hawks. Reese rief die Fans schon einmal auf, zahlreich zu erscheinen.
