Ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdiente, endete ohne Sieger. Der FC Bayern und der FC Arsenal trennten sich am Mittwochabend in der Allianz Arena 2:2 und blieben damit beide in der Ligaphase der Champions League ungeschlagen. Die Münchner stehen nach drei Spielen bei fünf Punkten.
Für die Londoner begann der Abend mit einem Rückschlag: Bukayo Saka musste nach wenigen Minuten verletzt vom Feld. Ausgerechnet sein Ersatz Eberechi Eze brachte die Gäste nach 25 Minuten in Führung, nachdem Martin Ødegaard ihn mit einem weiten Zuspiel auf die Reise geschickt hatte. Der Treffer stand erst nach Videobeweis fest, weil die Fahne zunächst Abseits angezeigt hatte.
Dann übernahm Harry Kane die Regie. Mit einem präzisen Steilpass bediente der Torjäger Alphonso Davies, der in der 35. Minute an Torwart David Raya vorbei ausglich. Nach der Pause traf Kane selbst: Jurriën Timber hatte einen Schuss des Engländers mit dem Arm geblockt, den fälligen Elfmeter verwandelte Kane in der 61. Minute sicher. Damit traf er im zehnten Champions-League-Spiel in Folge. Gegen Arsenal, den Lieblingsgegner aus seiner Zeit bei Tottenham, steht er nun bei 16 Toren.
Arsenal gab sich jedoch nicht geschlagen. In der 82. Minute legte der eingewechselte Viktor Gyökeres für Declan Rice ab, der ins Strafraumeck vorstieß und flach zum 2:2 einschob. In der Nachspielzeit hätte Timber beinahe noch den Sieg geholt, doch Manuel Neuer lenkte seinen Schuss über die Latte. Der Routinier hatte schon zuvor einen Kopfball von Bruno Guimarães spektakulär entschärft.
Trainer Vincent Kompany musste ohne Joshua Kimmich auskommen, der wegen eines Trauerfalls in der Familie fehlte. Auch Jamal Musiala und der gesperrte Michael Olise standen nicht zur Verfügung. Für Kane geht es bald um mehr als Punkte: Am Montag wird der Ballon d’Or vergeben, und der Bayern-Stürmer gilt als einer der Favoriten. Am 3. November reist München zu Atlético Madrid.
